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Die Initiative H2vorOrt eröffnet die dritte Planungsphase des Gasnetzgebietstransformationsplans (GTP)

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Autor: Elisabeth Terplan

Gasnetzgebietstransformationsplans (GTP) H2vorOrt – Wasserstoff über die Gasverteilnetze für alle nutzbar machen; © iStock.com/Jan Schneckenhaus

7. Februar 2024 | Im Jahr 2024 wird die 2022 begonnene Planung eines flächendeckenden Wasserstoffnetzes, das sich aus dem bestehenden Gasnetz entwickelt, auf allen Ebenen weiter vertieft und an die Konzepte des Wasserstoffkernnetzes angepasst.

Diese Planung erfolgt im Rahmen des Gasnetzgebietstransformationsplans (GTP) auf Ebene der einzelnen lokalen Gasverteilnetzbetreiber. Neben vertieften netztechnischen Analysen wird auch der Dialog mit Großkunden und Kommunen intensiviert. Die Ergebnisse dieser Einzelplanungen werden im Herbst in einem deutschlandweiten Bericht zusammengefasst.

Dieser Bericht wurde im September letzten Jahres zum zweiten Mal veröffentlicht und umfasst mit 415.000 km bereits drei Viertel der deutschen Gasverteilnetze in seiner Planung. Er zeigt nicht nur das klare Engagement der Verteilnetzbetreiber zur Dekarbonisierung der Gasnetze, sondern identifiziert auch relevante Bedürfnisse von Großkunden und Kommunen. Mit dem GTP 2024 wird nun eine Brücke zwischen dem Kernnetz und den Verbrauchern im Verteilnetz geschlagen. Das schafft nicht nur die Grundvoraussetzung für die Versorgung von Industriekunden, sondern ermöglicht auch die Ausweisung von Wasserstoffnetzausbaugebieten im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung.

Zu diesem Zweck hat H2vorOrt heute den Planungsleitfaden für den GTP 2024 veröffentlicht. Gasverteilnetzbetreiber können ab sofort auf Grundlage dieses Leitfadens ihre Planungen fortsetzen. Die unternehmensseitige Rückmeldung der Planung ist bis zum 30. Juni 2024 möglich. Die Teilnahme wird auch Verteilnetzbetreibern empfohlen, die 2022 und 2023 noch keinen GTP eingereicht haben.

Der Wert der koordinierten Planungsarbeit, die der GTP leistet, ist branchenweit anerkannt und wurde mit seiner Aufnahme in das Technische Regelwerk des DVGW weiter institutionalisiert. Die Erstellung von GTPs wird u.a. durch das Umweltbundesamt empfohlen.

Florian Feller, Vorsitzender H2vorOrt: „Mit dem Leitfaden zum Gasnetzgebietstransformationsplan 2024 bringen wir das zentrale Planungswerkzeug für die Fortentwicklung der deutschen Gasverteilnetze zur Klimaneutralität nun ins dritte Jahr. Mit ihm sind Verteilnetzbetreiber auf einem guten Weg, um für die Anforderungen aus Gebäudeenergiegesetz, Wärmeplanungsgesetz und dem Netzentwicklungsplan gerüstet zu sein. Mit der weiteren Vertiefung der Pläne und der Anpassung an das Wasserstoffkernnetz gehen wir mit dem GTP 2024 einen weiteren Schritt Richtung Umsetzung der Transformation zur Klimaneutralität.“

 

Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender DVGW: „Der Erfolg der klimaneutralen Transformation unserer Energiewirtschaft hängt maßgeblich davon ab, dass auch und insbesondere die mittelständische Industrie und vor allem in den Regionen ansässige Gewerbebetriebe Zugriff auf Wasserstoff haben werden. Dies zu gewährleisten kann nur über die Gasverteilnetze gelingen. Wir greifen hier auf eine bestehende Infrastruktur zurück, die H2-ready ist und beste Voraussetzungen bietet, grüne Energie zu transportieren und zu speichern. Mit der Aufnahme des GTP als Routenplaner ins Technische Regelwerk (G 2100) des DVGW werden wesentliche Leitplanken in der Regulatorik gesetzt und ein wichtiger Beitrag geleistet, Deutschlands Klimaneutralität zu gestalten.“

 

Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer VKU: „Wir dürfen uns nicht von einzelnen Systemen oder Energieträgern abhängig machen: Die Wärmeversorgung von Gewerbetrieben und Haushalten braucht mehrere starke Schultern. Wasserstoff wird auch im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung eine relevante Rolle spielen. Nicht zuletzt deshalb, um den in den Gasverteilnetzen angeschlossenen 1,8 Millionen Industrie- und Gewerbekunden eine zusätzliche Dekarbonisierungsoption anbieten zu können. Umso wichtiger ist es, dass Kommunen bald mit ihren Wärmeplanungen beginnen. Zu deren Umsetzung können die Versorgungsbetriebe mit einem GTP einen bedeutenden Beitrag leisten.“

 

(Quelle: DVGW/2024)

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