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Steag realisiert Leuchtturm-Projekt zur Methanol-Synthese

Im südthüringischen Zella-Mehlis betreibt der regionale „Zweckverband für Abfallwirtschaft Südwestthüringen“ (ZASt) eine Abfallverwertungsanlage. Bis Ende 2023 entsteht, gefördert durch das Bundesland Thüringen, an diesem Standort eine Produktionsanlage für synthetisches Methanol. In einem anspruchsvollen zweistufigen und europaweiten Ausschreibungsverfahren hat Steag im Verbund mit dem Planungs- und Ingenieurbüro Dr. Born – Dr. Ermel GmbH den Zuschlag als […]

von | 01.02.22

Im südthüringischen Zella-Mehlis betreibt der regionale „Zweckverband für Abfallwirtschaft Südwestthüringen“ (ZASt) eine Abfallverwertungsanlage. Bis Ende 2023 entsteht, gefördert durch das Bundesland Thüringen, an diesem Standort eine Produktionsanlage für synthetisches Methanol. In einem anspruchsvollen zweistufigen und europaweiten Ausschreibungsverfahren hat Steag im Verbund mit dem Planungs- und Ingenieurbüro Dr. Born – Dr. Ermel GmbH den Zuschlag als Generalplaner erhalten, die Anlage zu planen und deren Realisierung zu überwachen.

Ziel des Projekts, für das der ZASt insgesamt etwa 23 Mio. € am Standort Zella-Mehlis investieren wird, ist die Produktion grünen, klimafreundlichen Methanols. Dieses findet etwa als Grundstoff in der chemischen Industrie breite Verwendung, kann aber auch als grüner Treibstoff fossile Kraftstoffe ersetzen und so zur Dekarbonisierung des Mobilitätssektors beitragen.

Hausmüll wird zu grünem Treibstoff

Damit aus dem Restmüll von rund 480.000 Thüringerinnen und Thüringern am Ende das klimaschonende synthetische Methanol entstehen kann, braucht es Wasserstoff (H2) und Kohlendioxid (CO2). Wenn beide Stoffe mittels eines speziellen Katalysators miteinander reagieren, lassen sie sich in Methanol umwandeln.

„Der benötigte Wasserstoff wird künftig direkt am Standort in Zella-Mehlis erzeugt“, so Christian Hensel, der das Projekt bei Steag betreut. Dafür plant das Essener Energieunternehmen eine Anlage zur Wasserelektrolyse mit einer Leistung von 10 MW. Betrieben wird diese mittels des Stroms, der in der „Restabfallbehandlungsanlage Südthüringen“ (RABA), wie der vollständige Name der zum ZASt gehörenden Müllverwertungsanlage in Zella-Mehlis lautet, erzeugt wird.

Die zweite technische Komponente ist eine Anlage zur CO2-Abscheidung aus dem Abgasstrom der Müllverwertung. „Bis zu 10.000 t CO2 werden so künftig Jahr für Jahr eingesammelt und gelangen entsprechend nicht in die Umwelt“, so Heiko Peters, Geschäftsführer der Dr. Born – Dr. Ermel GmbH. Der Elektrolyse und der CO2-Abscheidung nachgeschaltet wird die eigentliche Anlage zur Methanol-Synthese entstehen, die künftig etwa 5.000 bis 7.000 t grünen Treibstoff pro Jahr in Zella-Mehlis produzieren wird.

(Quelle: Steag/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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