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Gas für 58 Mrd. Euro: Deutschland wird Norwegens wichtigster Exportpartner

Nach Angaben der AHK Norwegen ist Deutschland mittlerweile Norwegens wichtigster Exportpartner. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Exportvolumen 2022 mehr als verdoppelt, es betrug zu Jahresende rund 68 Mrd. Euro – 58 Mrd. fielen allein auf Gaslieferungen.

von | 18.01.23

18. Januar 2023 | Nach Angaben der AHK Norwegen ist Deutschland mittlerweile Norwegens wichtigster Exportpartner. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Exportvolumen 2022 mehr als verdoppelt, es betrug zu Jahresende rund 68 Mrd. Euro – 58 Mrd. fielen allein auf Gaslieferungen.

Deutschland hat 2022 Waren im Wert von rund 68 Mrd. Euro (726 Mrd. Norwegische Kronen, NOK) aus Norwegen importiert. Dies ergeben die aktuellen Zahlen der norwegischen statistischen Behörde SSB. Einen Großteil der norwegischen Exporte machen Öl und Gas aus.

In „normalen Jahren“ bewegt sich der gesamte Warenexport Norwegens nach Deutschland zwischen einem Volumen von 20 und 25 Mrd. Euro. 2021 erreichte er rund 32 Mrd. Euro – und 2022 noch einmal mehr als das Doppelte. Auslöser waren höhere Preise am fossilen Markt und erhöhte Liefermengen von Öl und Gas.

Fast ein Drittel geht nach Deutschland

Norwegen exportierte 2022 Waren im Gesamtwert von umgerechnet rund 243 Mrd. Euro ins Ausland. Auf Deutschland entfällt mit 68 Mrd. also beinahe ein Drittel des gesamten norwegischen Exports. Diese Zahlen machen Deutschland 2022 zu Norwegens größtem Exportpartner – und das deutlich. Auf Platz zwei folgt Großbritannien mit rund 52 Mrd. Euro, auf Platz drei Frankreich mit 23 Mrd. Euro.

Hauptgrund für diese Entwicklung sind weiterhin die hohen Preise für Öl und Gas. Fossile Energieträger, allen voran Gas, machen den mit Abstand größten Anteil des norwegischen Exportvolumens nach Deutschland aus: Rund 62 Mrd. Euro (664 Mrd. NOK) entfallen auf Gas, Öl und Kondensate; auf Gas allein 58 Mrd. Euro (621 Mrd. NOK). Norwegen hatte seine Gasförderung im vergangenen Jahr um gut zehn Prozent erhöht, Deutschland deckte zuletzt über ein Drittel seines Gasbedarfs durch Lieferungen aus Norwegen.

Beide Länder bleiben wichtig füreinander

„Diese Zahlen zeigen den Stellenwert Norwegens für Deutschland“, sagt Michael Kern, der Geschäftsführer der AHK Norwegen. Und Norwegen wird wichtig bleiben: „Die beiden Länder streben eine enge Energiepartnerschaft außerhalb von Öl und Gas an. Diese basiert vorwiegend auf Windkraft, Wasserstoff und CCS.“ Unter anderem auf diesen Bereichen baut Norwegen sein künftiges Geschäftsmodell auf – und Deutschland wird darin eine ausgesprochen wichtige Rolle spielen, wie Kern betont.

Eine Steigerung gab es 2022 auch bei den deutschen Exporten nach Norwegen. Das skandinavische Land hat 2022 Waren im Wert von rund 11 Mrd. Euro (117 Mrd. NOK) aus Deutschland importiert, 2021 waren es etwas unter 10 Mrd. Euro. Damit belegt Deutschland, hinter Schweden und China, unverändert den dritten Platz in Norwegens Import-Rangliste.

 

(Quelle: AHK Norwegen/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Norwegen exportierte 2022 Waren im Gesamtwert von umgerechnet rund 243 Mrd. Euro ins Ausland (Quelle: Deutsch-Norwegische Handelskammer)

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