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70 Jahre LEWA: Pumpenhersteller plant Ausbau des Firmenhauptsitzes zum Innovation Campus

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Autor: Elisabeth Terplan

70 Jahre LEWA: Pumpenhersteller plant Ausbau des Firmenhauptsitzes zum Innovation Campus
LEWA plant, verstärkt in energieeffiziente Pumpentechnologien sowie in Lösungen für Green-Growth-Märkte wie Wasserstoffwirtschaft und Kreislaufsysteme zu investieren. Zu diesem Zweck wird der Hauptsitz in Leonberg zum Innovation Campus ausgebaut. Quelle: LEWA GmbH

Ein Halbkellerraum in Leonberg bei Stuttgart, ein Motorrad als Firmenfahrzeug und 3.000 DM Startkapital – so beginnt die Erfolgsgeschichte der LEWA GmbH. 1952 als Ingenieurbüro für Wasseraufbereitung gegründet, hat sie sich trotz schwieriger Anfangsbedingungen innerhalb weniger Jahrzehnte zum weltweit führenden Hersteller von Dosier- und Prozess-Membranpumpen sowie von kompletten Dosieranlagen für die Verfahrenstechnik entwickelt. Als internationale Gruppe verfügt das Unternehmen mittlerweile über 14 Niederlassungen sowie 80 Vertretungen weltweit. Gemeinsam mit dem neuen Eigentümer Atlas Copco wird das Unternehmen das Pumpengeschäft in der Power and Flow-Division aufbauen. Zukunftstechnologien und -applikationen sollen noch mehr in den Fokus der Unternehmenstätigkeit rücken. So plant LEWA mit seinen energieeffizienten Pumpentechnologien und Lösungen fokussiert in Green-Growth-Märkte wie Wasserstoffwirtschaft und Kreislaufsysteme zu investieren. Zu diesem Zweck wird der Hauptsitz in Leonberg zum Innovation Campus ausgebaut.

Zukunftsfelder für LEWA-Technologien – eine Einschätzung von Dr. Philipp Trunk, Senior Strategy Manager bei der LEWA GmbH

 Neue Märkte für energieeffiziente Pumpen:  Im Bereich der Energieeffizienz steigen die Anforderungen an die Betreiber von Produktionsanlagen: Neben steigenden Lebenszykluskosten für weniger effiziente Aggregate kommt beispielsweise auch die Notwendigkeit hinzu, die eigene CO2-Bilanz langfristig und kontinuierlich zu verbessern. Daher wird die Energieeffizienz stärker als bisher zum Selektionskriterium für den verwendeten Pumpentyp. Niedrige Lebenszykluskosten und ein kleiner CO2-Footprint der LEWA-Pumpen wiegen zum Teil höhere Investitionskosten auf.

Transition Technologies wie Gas/LNG:  Bis zur ausreichenden Verfügbarkeit grüner Energiequellen müssen sinnvolle Zwischenlösungen etabliert werden. Es zeichnet sich ab, dass ein großer Teil der Kohlenutzung besonders über Gastechnologien abgefangen wird. Daraus ergeben sich neue Applikationsmöglichkeiten für Dosier- und Prozess-Membranpumpen.

Green-Growth-Markt Kreislaufwirtschaft: Die Wiederverwertungsrate im Rahmen von Kreislaufsystemen wächst derzeit stark, beispielsweise bei Plastik, Batterierohstoffen und Metallen.

Auch CO2 wird zunehmend im Kreis geführt; zusammen mit Wasserstoff ergeben sich neue Möglichkeiten der Nutzung als Speichertechnologie für direkt anfallenden grünen Strom aus Sonne und Wind. Es entstehen verschiedene synthetische Brenngase und Flüssigbrennstoffe. Die hierfür notwendige Infrastruktur wird in den nächsten Jahren aufgebaut und erweitert. Hier können robuste und flexible LEWA-Pumpen für die Fluidförderung eingesetzt werden. So wird ein wichtiger Baustein für den Ausgleich zwischen natürlicher Erzeugung und flexibler Nutzung grüner Energie darstellbar.

Auch höherwertige Kohlenwasserstoffe können als Ausgangsprodukte in der Petrochemie und Prozessindustrie auf diesem nachhaltigen Weg bereitgestellt werden. Fossile Ausgangsstoffe könnten so nach und nach substituiert werden. In diesem Feld entstehen derzeit ebenfalls zahlreiche Anwendungen, für die LEWA-Pumpen geeignet sind.

(Quelle: LEWA/2022)