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bayernets und Rohrdorfer untersuchen CO2-Transport

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Autor: Elisabeth Terplan

14. Juni 2023 I Die Bundesrepublik Deutschland strebt Klimaneutralität bis 2045 an. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Zementwerke kein CO2 mehr emittieren.

Dafür reicht eine ausschließliche Verwendung erneuerbarer Energieträger wie z. B. Wasserstoff nicht aus: Etwa zwei Drittel der CO2-Emissionen eines Zementwerks entstehen durch den Prozess selbst. Deswegen werden diese Emissionen auch als unvermeidbar bezeichnet.

Um das Ziel der Klimaneutralität in der Zementindustrie trotzdem zu erreichen, müssen die prozessbedingten CO2-Emissionen abgeschieden und zu Standorten zur stofflichen Nutzung oder zu dauerhaften CO2-Lagerstätten transportiert werden. Dazu führen bayernets und Rohrdorfer eine Machbarkeitsstudie über ein CO2-Transportnetz durch, welches das Zementwerk am Standort Rohrdorf mit potenziellen CO2-Nutzern im bayerischen Chemiedreieck Burghausen verbinden soll. Dabei wird auch die Möglichkeit der Anbindung an unterirdische Lagerstätten zur CO2-Zwischenspeicherung und an ein nationales, deutschlandweites CO2-Netz untersucht.

bayernets und Rohrdorfer sind überzeugt, dass eine CO2-Kreislaufwirtschaft, in der CO2-Quellen mit Standorten zur stofflichen Nutzung oder mit geologischen Lagerstätten verbunden werden, etabliert werden muss. Nur dadurch kann Klimaneutralität auch in Wirtschaftszweigen mit unvermeidbaren, prozessbedingten CO2-Emissionen erreicht werden. Für eine solche Kreislaufwirtschaft ist eine leistungsstarke und effiziente Pipeline-Infrastruktur notwendig.

Allerdings ist das nicht allein eine technologische Herausforderung. Um auch in einer klimaneutralen Zukunft ein attraktiver Industriestandort zu bleiben, ist die Zusammenarbeit zwischen der Industrie, den Infrastrukturunternehmen und der Politik sowie die gesellschaftliche Akzeptanz notwendig.

 

(Quelle: bayernets/2023)