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Methanisierungsanlage in Falkenhagen geht in Betrieb

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Autor: Redaktion

Methanisierungsanlage in Falkenhagen geht in Betrieb

Bisher wurde von der Power-to-Gas-Anlage in Falkenhagen reiner Wasserstoff ins Erdgasnetz eingespeist. Inzwischen produziert die Anlage pro Tag bis zu 1.400 m3 synthetisches Methan (SNG), was in etwa einer Energiemenge von 14.500kWh entspricht. Mit dieser Energiemenge könnten 200 CNG-Fahrzeuge der Golfklasse etwa 150 km pro Tag fahren. Die Methanisierung ist für den Dauerbetrieb ausgelegt und erzielt dabei konstant eine sehr hohe Einspeisequalität. Zur Erzeugung des grünen Methans wird der regenerativ erzeugte Wasserstoff mit CO2 aus einer Bio-Ethanol-Anlage zu Methan, d. h. synthetischem Erdgas, umgewandelt. Die beim Prozess entstehende Wärme wird außerdem von dem benachbarten Furnierwerk genutzt.
Grünes Methan kann zukünftig einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten. Denn Wind- und Sonnenenergie unterliegen in ihrer Verfügbarkeit starken natürlichen Schwankungen, die in Spitzenzeiten zur Abschaltung der regenerativen Erzeugung führen kann. Große Potentiale zur Versorgung des Landes mit natürlichem und günstigem Strom gehen dabei verloren. „Grünes“ Methan schließt diese Lücke: Es kann vielfältig eingesetzt werden, zum Beispiel als Kraftstoff, zur Erzeugung von Wärme und Strom in Kraftwerken oder im Haushalt und als Rohstoff für die chemische Industrie. Gleichzeitig eröffnet es durch die uneinge¬schränkte Nutzung der vorhandenen Erdgasinfrastruktur neue Möglichkeiten für den Transport und die Speicherung von Energie aus erneuerbaren Quellen. Die so gespeicherte Energie steht immer bedarfsgerecht bereit, auch dann, wenn Sonne und Wind nicht im erforderlichen Umfang verfügbar sind.
Im Projekt STORE&GO arbeiten 27 Partner aus sechs Ländern zusammen, um die Möglichkeiten der Integration von Power-to-Gas-Anwendungen in das europäische Energienetz zu untersuchen und vor allem die Methanisierung von Wasserstoff als wichtigen Bestandteil einer integrierten Energiewende voranzutreiben.
Gemeinsam mit Betreiber Uniper und den Standortpartnern thyssenkrupp Industrial Solutions, der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des KIT und dem Teilinstitut Chemische Energieträger – Brennstofftechnologie des Engler-Bunte-Instituts am KIT als Verfahrensentwickler wurde die Anlage realisiert. In den kommenden Monaten sollen weitere Arbeiten zum Test und zur Optimierung der Technologie durchgeführt und Betriebserfahrungen gesammelt werden.
Bild: © Uniper
(Quelle: Uniper)