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Drohnen rüsten Versorger für Energiewende

Durch den Einsatz von Drohnen lassen sich in der internationalen Energie- und Versorgungswirtschaft Kosten einsparen. Außerdem können durch den Einsatz unbemannter Flugmaschinen (Unmanned Aerial Vehicles/UAVs) Prozessabläufe effizienter gestaltet und optimiert werden. Das Marktpotenzial für den Einsatz von Drohnen in der Energie- und Versorgungsbranche beträgt weltweit gut € 8 Mrd. – bislang wird es aber kaum genutzt. Zu diesen Ergebnissen kommt die dritte Studie „Clarity from Above“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, welche die Chancen drohnenbasierter Technologien in verschiedenen Märkten analysiert.

von | 13.11.17

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„Die Energie- und Versorgungsbranche steht angesichts der Energiewende, der fortschreitenden Digitalisierung und des weltweit wachsenden Energiebedarfs vor enormen Herausforderungen“, erläutert Norbert Schwieters, Leiter Energiewirtschaft bei PwC. Kontrolle und Wartung der Netzwerke Angesichts dieser Branchentrends fokussieren sich viele Netzbetreiber und Versorger auf das Thema Sicherheit. Wie die Analyse ergab, kann ein Einsatz von Drohnen die Verlässlichkeit der Energieproduktion, -übertragung und -verteilung erhöhen. Gerade Netzbetreibern drohen bei Leistungsausfällen Verluste und regulatorische Strafen. Insgesamt verliert die globale Energie- und Versorgungsbranche weltweit mehr als € 143 Mrd. jährlich infolge von Leistungsausfällen und dadurch erforderlichen Kraftwerksabschaltungen. Einsätze aus der Luft Darüber hinaus können Drohnen in relativ kurzer Zeit Vermessungsdaten in unzugänglichen Gebieten sammeln, damit Investitionsentscheidungen erleichtern und in der Folgephase Fortschritte eigener Infrastrukturprojekte dokumentieren. Wie die Studie prognostiziert, wird das globale Stromnetz bis 2020 um 15 % von 5,9 Mio. auf 6,8 Mio. km wachsen. Ferner wird sich die Energieproduktion durch den Vormarsch regenerativer Energien grundlegend wandeln und die Nachfrage, vor allem in China, Indien und anderen Schwellenländern, deutlich steigen. Angesichts der wachsenden Netze gewinnt auch deren Wartung und Instandhaltung zunehmend an Bedeutung, wobei vor allem die Reduktion von Kosten und die Verbesserung der Sicherheit der Arbeitskräfte im Vordergrund stehen. So können Inspektionen, welche normalerweise von Menschen oder bemannten Fluggeräten durchgeführt werden, durch Drohnen getätigt werden. Diese ermöglichen neben der Einsparung von Kosten auch eine höhere Zuverlässigkeit, da sie die Tätigkeiten mit hoher Präzision ausführen können. Ein Vorteil liegt darin, dass eine Drohne Wartungsarbeiten durchführen kann, während das Netz betrieben wird. Das spart Kosten und sichert eine durchgängige Stromversorgung. Fliegende Datensammler „Mit Hilfe von Drohnen können schnell und effizient deutlich mehr Daten zu Kraftwerken, Umspannstationen und Stromleitungen gesammelt werden, als dies vom Boden aus möglich wäre“, erklärt Marcus Eul, Leiter Digitalisierung in der Energiewirtschaft bei PwC Deutschland. Bei Wasserversorgern werden Drohnen bereits zur Qualitätskontrolle eingesetzt. Ein Experten-Team für drohnenbasierte Lösungen („Drone Powered Solutions“/DPS) in Polen entwickelte für PwC eine mobile Anwendung (Geospatial.App) zur Erhebung und Analyse geografischer Daten, welche Entscheidungsprozesse beschleunigt. (Quelle: PwC)

„Die Energie- und Versorgungsbranche steht angesichts der Energiewende, der fortschreitenden Digitalisierung und des weltweit wachsenden Energiebedarfs vor enormen Herausforderungen“, erläutert Norbert Schwieters, Leiter Energiewirtschaft bei PwC.
Kontrolle und Wartung der Netzwerke
Angesichts dieser Branchentrends fokussieren sich viele Netzbetreiber und Versorger auf das Thema Sicherheit. Wie die Analyse ergab, kann ein Einsatz von Drohnen die Verlässlichkeit der Energieproduktion, -übertragung und -verteilung erhöhen. Gerade Netzbetreibern drohen bei Leistungsausfällen Verluste und regulatorische Strafen. Insgesamt verliert die globale Energie- und Versorgungsbranche weltweit mehr als € 143 Mrd. jährlich infolge von Leistungsausfällen und dadurch erforderlichen Kraftwerksabschaltungen.
Einsätze aus der Luft
Darüber hinaus können Drohnen in relativ kurzer Zeit Vermessungsdaten in unzugänglichen Gebieten sammeln, damit Investitionsentscheidungen erleichtern und in der Folgephase Fortschritte eigener Infrastrukturprojekte dokumentieren. Wie die Studie prognostiziert, wird das globale Stromnetz bis 2020 um 15 % von 5,9 Mio. auf 6,8 Mio. km wachsen. Ferner wird sich die Energieproduktion durch den Vormarsch regenerativer Energien grundlegend wandeln und die Nachfrage, vor allem in China, Indien und anderen Schwellenländern, deutlich steigen.
Angesichts der wachsenden Netze gewinnt auch deren Wartung und Instandhaltung zunehmend an Bedeutung, wobei vor allem die Reduktion von Kosten und die Verbesserung der Sicherheit der Arbeitskräfte im Vordergrund stehen. So können Inspektionen, welche normalerweise von Menschen oder bemannten Fluggeräten durchgeführt werden, durch Drohnen getätigt werden. Diese ermöglichen neben der Einsparung von Kosten auch eine höhere Zuverlässigkeit, da sie die Tätigkeiten mit hoher Präzision ausführen können. Ein Vorteil liegt darin, dass eine Drohne Wartungsarbeiten durchführen kann, während das Netz betrieben wird. Das spart Kosten und sichert eine durchgängige Stromversorgung.
Fliegende Datensammler
„Mit Hilfe von Drohnen können schnell und effizient deutlich mehr Daten zu Kraftwerken, Umspannstationen und Stromleitungen gesammelt werden, als dies vom Boden aus möglich wäre“, erklärt Marcus Eul, Leiter Digitalisierung in der Energiewirtschaft bei PwC Deutschland.
Bei Wasserversorgern werden Drohnen bereits zur Qualitätskontrolle eingesetzt. Ein Experten-Team für drohnenbasierte Lösungen („Drone Powered Solutions“/DPS) in Polen entwickelte für PwC eine mobile Anwendung (Geospatial.App) zur Erhebung und Analyse geografischer Daten, welche Entscheidungsprozesse beschleunigt.
(Quelle: PwC)

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