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HyDeal Ambition: europaweit grüner Wasserstoff zum Preis fossiler Brennstoffe

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Autor: Redaktion

HyDeal Ambition: europaweit grüner Wasserstoff zum Preis fossiler Brennstoffe

Die Herstellung von grünem Wasserstoff durch Elektrolyse mit Solarstrom soll 2022 auf der iberischen Halbinsel beginnen. Geplant ist, bis 2030 eine Solarstromkapazität von 95 GW sowie eine Elektrolysekapazität von 67 GW aufzubauen, um Abnehmer aus Energiewirtschaft, Industrie und Mobilitätssektor über das Gastransport- und -speichernetz jährlich mit 3,6 Mio. t grünen Wasserstoff zu versorgen. Diese Menge entspricht in etwa dem energieäquivalenten Mineralölbedarf Frankreichs in 1,5 Monaten. Bezogen auf Deutschland entspricht diese Wasserstoffmenge, ca. 140 TWh, energieäquivalent knapp 60 % der gesamten deutschen Nettostromerzeugung der Erneuerbaren Energien in 2020. Im Rahmen eines mehrstufigen Konzepts sollen zunächst Spanien und der Südwesten Frankreichs beliefert werden, danach der Osten Frankreichs und anschließend Deutschland.
Das innovative Vorhaben geht über die einfache Herstellung wirklich grüner, klimafreundlicher Energie hinaus. Innovativ ist vor allem der Preis, denn bei der Belieferung der Kunden soll eine Preisparität zu fossilen Brennstoffen erreicht werden, was die Realisierung einer CO2-neutralen Wirtschaft zu einer selbstverständlichen Perspektive werden lässt. Derzeit sind diverse Projekte und Partnerschaften im Aufbau, an denen mehrere der 30 HyDeal-Ambition-Akteure beteiligt sind. So soll in Spanien im Rahmen eines ersten Projekts innerhalb eines Jahres ein Portfolio von Solarstandorten mit einer Leistung von fast 10 GW entstehen. Darüber hinaus prüft HyDeal die Möglichkeiten einer Wasserstoffautobahn von Nordafrika über Italien nach Mitteleuropa.
Zu den Teilnehmern gehören:

  • Solarentwickler: DH2/Dhamma Energy (Spanien), Falck Renewables (Italien), Qair (Frankreich) Elektrolyse-OEMs, Engineering- und EPC-Anbieter: McPhy Energy (Frankreich), Vinci Construction (Frankreich), Envision Digital (Singapur)
  • Fernleitungsnetzbetreiber: Enagás (Spanien), OGE (Deutschland), SNAM (Italien), GRTgaz (Frankreich), Teréga (Frankreich)
  • Energie- und Industriekonzerne: EPH/Gazel Energie (Tschechien/Frankreich), Naturgy (Spanien), Hydrogène de France (Frankreich)
  • Infrastruktur-Fonds: Cube, Marguerite, Meridiam
  • Berater: European Investment Bank, CVA, Clifford Chance, Cranmore, Finergreen

(Quelle: OGE)