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Plasmagas in der metallurgischen Forschung: HZDR erhält neuen Plasmaofen

Zur Erweiterung seiner metallurgischen Forschungsaktivitäten erhält das Institut des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) einen Plasmaofen zur Behandlung von metallurgischen Erzen & Abfällen. Lieferant ist die britische Firma Tetronics.

von | 12.04.23

12. April 2023 | Das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie hat einen Plasmaofen zur Entwicklung und Optimierung von Recyclingtechnologien erhalten. In ihm erzeugt Plasmagas eine Ofenatmosphäre, die sich zum Schmelzen und Umschmelzen spezieller Metalle eignet. Forschungsdirektor Dr. Jens Gutzmer spricht von einer „einzigartigen Forschungseinrichtung” in der europäischen Rohstoffforschung.

Zur Erweiterung seiner metallurgischen Forschungsaktivitäten erhält das Institut des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) einen Plasmaofen zur Behandlung von metallurgischen Erzen & Abfällen. Lieferant ist die britische Firma Tetronics.

Der Plasmaofen soll im Laufe des Jahres 2023 von Tetronics geliefert, installiert und in Betrieb genommen werden. Das britische Unternehmen ist ein Anbieter von Plasmalichtbogensystemen, die sich auf die Dekarbonisierung industrieller Prozesse konzentrieren.

Es liefert seine eigene Plasmaofentechnologie. Diese bildet die Grundlage für die Forschungsarbeiten des HIF zur Reduzierung, Veredelung und Aufwertung metallurgischer Abfallprodukten sowie zur Behandlung von Primärerzen und Konzentraten. Tetronics wird für den Entwurf und die Herstellung des Plasmaofensystems, die Überwachung der Installation und Inbetriebnahme sowie für die Einweisung und Schulung der Bediener verantwortlich sein.

Plasmagas erzeugt Ofenatmosphäre

Ein Plasmaofen ist ein Schmelzofen mit Plasmabrenner. Das Plasmagas erzeugt eine Ofenatmosphäre mit günstigen thermischen Bedingungen, insbesondere für das Schmelzen und Umschmelzen von Eisen, Stahl und Nichteisenmetallen mit einem hohen Reinheitsgrad. Das HIF erhält einen Doppelelektroden-Plasmaofen (TEPF), der auf einer bewährten, patentierten Technologie basiert, die speziell auf Vielseitigkeit und Robustheit ausgelegt ist.

Die Konstruktion biete dem HIF die nötige Flexibilität, um eine von drei Betriebsarten für seine Forschungs- und Versuchsarbeiten zur Reduktion, Raffination und Valorisierung insbesondere von Schlacken aus metallurgischen Prozessen zu ermöglichen.

Plasmatechnologie zur Rohstoffforschung

Die Abteilung Prozessmetallurgie des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) beschäftigt sich mit den Herausforderungen von Energie und Recycling. Dabei geht es vor allem um die Gestaltung, Entwicklung und Verknüpfung von metallurgischen Prozessketten und Systemen. Diese Ansätze ermöglichen laut dem Institut einen ausgeglichenen Material- und Energiebedarf, eine Verringerung der Energieverluste und der Umweltauswirkungen innerhalb der Kreislaufwirtschaft.

„Diese auf Plasmatechnologie basierende Anlage und die maßgeschneiderten Versuchsmöglichkeiten werden sie zu einer einzigartigen Einrichtung in der europäischen Rohstoffforschungslandschaft machen.

 

Angesichts der dringenden Herausforderungen bei der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft und der Eindämmung der Klimaauswirkungen sowie der Verantwortung für Technologieentwicklungen und -einführungen, die erforderlich sind, um die ehrgeizigen Ziele des europäischen Gesetzes über kritische Rohstoffe zu erreichen, wird sie ein starkes Instrument für unsere eigenen Forscher und Partner sein”, erklärt Prof. Dr. Jens Gutzmer, Direktor des HIF am HZDR.

(Quelle: HZDR/2023)

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