Generic filters
FS Logoi

gat/wat 2021: Energie- und Wasserwirtschaft zeigt Mut zu Veränderungen und entwickelt Lösungen

Auf der gat | wat 2021 diskutiert die Branche Lösungen für eine Energieversorgung auf der Basis von dekarbonisierten Gasen und darüber hinaus über die Steigerung der Resilienz der öffentlichen Wasserversorgung angesichts spürbarer Klimaveränderungen. Deutschland ist im Energiesektor einer der Vorreiter in der Weltgemeinschaft. „Dass der Kohleausstieg in Deutschland ein verbindliches Datum hat, ist als Erfolg […]

von | 29.11.21

Auf der gat | wat 2021 diskutiert die Branche Lösungen für eine Energieversorgung auf der Basis von dekarbonisierten Gasen und darüber hinaus über die Steigerung der Resilienz der öffentlichen Wasserversorgung angesichts spürbarer Klimaveränderungen.

Deutschland ist im Energiesektor einer der Vorreiter in der Weltgemeinschaft. „Dass der Kohleausstieg in Deutschland ein verbindliches Datum hat, ist als Erfolg für den Klimaschutz zu werten. Er darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch zukünftig die Energieversorgung resilient und zuverlässig gestaltet werden muss. Deshalb brauchen wir weiterhin molekulare Energieträger wie Erdgas und insbesondere klimaneutrale Gase. So läßt sich der eingeschlagene Pfad der Dekarbonisierung weiter beschreiten und mehr erneuerbare Energie in unsere Versorgung stabil integrieren. Mit beiden Infrastruktursäulen – dem Strom- und dem Gasnetz – erhalten wir ein zuverlässiges Gesamtsystem“, sagt der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke auf der gat | wat-Pressekonferenz in Köln.

Aktuell sei Deutschland noch nicht in der Lage, seinen Gesamt-Energiebedarf rein regenerativ zu decken. Lediglich 20 % des Energiebedarfs in Deutschland werden durch Strom gedeckt – und davon stammt nur etwa die Hälfte aus erneuerbaren Quellen. Zu etwa 80 % besteht der Energieträgermix aus Erdöl, Kohle und Erdgas. Nach Abschalten der Kohlekraftwerke können Gaskraftwerke zunächst einen Teil der entstehenden Versorgungslücke füllen. Weitere werden zugebaut werden müssen. Perspektivisch können sie mit klimaneutralen Gasen betrieben werden. Die technischen Verfahren zur Erzeugung, Transport, Verteilung und Anwendung zum Beispiel von klimaneutralem Wasserstoff sind verfügbar. Als rechtssichere Grundlage dafür stehen den Unternehmen bereits erste Technische Regeln des DVGW zur Verfügung. Weitere Praxistools für die Wasserstoffwirtschaft entwickelt der DVGW im Rahmen seines H2-Innovationsprogrammes.

„Die Gaswirtschaft ist auf dem Weg in das Wasserstoffzeitalter bereits ein gutes Stück vorangekommen. Weiterhin fehlen jedoch ordnungspolitische Rahmenbedingungen, die den Markthochlauf klimaneutraler Gase ermöglichen und eine wirtschaftliche Perspektive eröffnen“, resümiert Gerald Linke. Dazu zählen eine gesetzlich verankerte Zielgröße für klimaneutrale Gase im Gasmix, Anreize für Infrastrukturbetreiber sowie Boni für Endanwender, die klimaneutrale Gase zum Beispiel zum Heizen nutzen wollen. Gasbasierte Heizungssysteme sind nach wie vor mit den niedrigsten Verbraucher-Investitionen verbunden und ebnen so den Weg hin zu einem klimafreundlichen und sozialverträglichen Wärmemarkt.

(Quelle: DVGW/2021)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer das neuste in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Gebäudemodernisierungsgesetz: Pragmatismus für Wärmewende
Gebäudemodernisierungsgesetz: Pragmatismus für Wärmewende

Das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) kann aus Sicht des Verbands Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft den Weg für den Einsatz grüner Gase wie Biomethan oder Wasserstoff in der Wärmewende ebnen. Anlässlich der aktuellen Kabinettsbefassung stellte der Verband klar, dass es gerade im Gebäudebestand in Verbindung mit Biomethan und neuen Technologien wie der Hybridheizung zusätzliche Handlungsoptionen eröffnet. Wie Grüngasquote und Bio-Treppe in der Praxis zusammenspielen sollen, bleibt allerdings bislang unklar.

mehr lesen
Wasserstoff: EWE vergibt Großauftrag an Bilfinger
Wasserstoff: EWE vergibt Großauftrag an Bilfinger

EWE treibt den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft weiter voran: Für die 320-Megawatt-Wasserstoff-Erzeugungsanlage in Emden hat das Unternehmen den Industriedienstleister Bilfinger mit Stahlbau, Rohrleitungs- sowie Komponentenmontage beauftragt. Der Auftrag zählt zu den größten im Gesamtprojekt „Clean Hydrogen Coastline“ und ist nach der Beauftragung für Elektrolyse, Verdichter und Bauleistungen das letzte wesentliche Vergabepaket.

mehr lesen
Elektrolyse-Testanlage von Sunfire für BASF
Elektrolyse-Testanlage von Sunfire für BASF

Der Industriepark Lausitz in Schwarzheide setzt seinen Wachstumskurs fort und gewinnt mit Sunfire einen weiteren innovationsstarken Partner. Das Dresdner Wasserstoff-Unternehmen wird im Industriepark eine Testanlage zur weiteren Validierung seiner Hochtemperatur-Elektrolyse-Technologie (SOEC) errichten. Die Inbetriebnahme ist für Ende dieses Jahres geplant. Ziel ist es, weitere Praxiserfahrungen für den Einsatz in industriellen Großprojekten zu gewinnen.

mehr lesen
Fokus Gasnetze & Gasspeicher
Fokus Gasnetze & Gasspeicher

Passend zum Schwerpunktthema “Gasnetze & Gasspeicher” der gwf Gas + Energie, Ausgabe 5/26, präsentieren Unternehmen in einem Sonderteil neue Entwicklungen, praktische Lösungen und aktuelle Techniken anhand von Kurzbeiträgen.

mehr lesen
Stapel Probeabo Gas

Sie möchten unser Magazin testen?

Bestellen Sie das kostenlose Probeheft!

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Gas + Energie kostenlos und unverbindlich zur Probe!