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BIOGAS Convention & Trade Fair sendet klare Signale nach Berlin

Der Fachverband Biogas ist sehr zufrieden mit der diesjährigen BIOGAS Convention & Trade Fair. Über 6.400 Besucher kamen vom 12.–14. Dezember nach Nürnberg – und damit knapp 1.000 mehr als in den Vor-Corona Jahren. Neben den verschiedenen Fachvorträgen in den Panels und Workshops und dem Besuch der Fachmesse stand der persönliche Austausch mit den Berufskollegen nach der langen Corona-Pause ganz oben auf der Agenda der Teilnehmenden.

von | 19.12.23

19. Dezember 2023 | Der Fachverband Biogas ist sehr zufrieden mit der diesjährigen BIOGAS Convention & Trade Fair. Über 6.400 Besucher kamen vom 12.–14. Dezember nach Nürnberg – und damit knapp 1.000 mehr als in den Vor-Corona Jahren. Neben den verschiedenen Fachvorträgen in den Panels und Workshops und dem Besuch der Fachmesse stand der persönliche Austausch mit den Berufskollegen nach der langen Corona-Pause ganz oben auf der Agenda der Teilnehmenden.

Auf besonders großes Interesse stieß erwartungsgemäß der politische Panel zur Frage „Wohin führt der Weg?“, in dem die Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Dr. Simone Peter, die Bedeutung des Zusammenhalts innerhalb der EE-Familie hervorhob, in der Biogas eine ganz wichtige Rolle spiele. Der Präsident des Fachverband Biogas e.V., Horst Seide, stellte dem Plenum die provokante Frage: „Sind wir verrückt?“ Er bezog sich dabei auf die häufige Reaktion aus Berlin, wenn er das Potenzial von Biogas erläutert. „Was ich den Politikerinnen und Politikern in Berlin vorstelle, sind keine gesponnenen Ideen, sondern errechnete Potenziale. Wir können die 24 Gigawatt flexible Leistung, für die die Bundesregierung teure LNGKraftwerke errichten will, zur Verfügung stellen – schneller und günstiger und zudem klimafreundlich und regional erzeugt. Wenn man uns nur lässt“, betonte Seide.

Dass die Branche sich mit den Themen auseinandersetzt, belegen auch die Teilnehmerzahlen in den Panels und Workshops: Auf besonders großes Interesse stießen die Speicherkraftwerke sowie alles rund um die Bereitstellung und Nutzung von Biomethan.

Die Ausstellungsfläche war in diesem Jahr so groß wie nie zuvor. Über 250 Aussteller präsentierten den interessierten Gästen ihre Produkte und Dienstleistungen. An allen drei Tagen waren die Hallen gut gefüllt, die Firmen zeigten sich zufrieden mit der Resonanz und erwarten ein erfreuliches Nachmessegeschäft. Neben deutschen kamen auch viele internationale Gäste nach Nürnberg. Aus China war eine ganze Delegation angereist, um sich auf der weltgrößten reinen Biogasmesse über die neuesten Produkte und Dienstleistungen und den aktuellen Trend zu informieren.

Die Firmen präsentierten die gesamte Bandbreite von A wie Aufbereitung bis Z wie Zerkleinerungstechnik. Ein Novum auf der diesjährigen BIOGAS Convention war die Verleihung der Urkunde zur Biogasanlage des Jahres, die von den Mitgliedern des Fachverbandes Biogas aus allen bisherigen über 50 Anlagen des Monats der letzten 4 Jahre gewählt wurde. Gewonnen hat die Königs Pflanzenenergie, eine Biogas-Aufbereitungsanlage in zweiter Generation mit angeschlossener Tankstelle aus Neuss in NRW.

Die Stimmung in den Messehallen und Vortragssälen war dennoch gedämpft. Viele Besucher haben bei der letzten Biomasse-Ausschreibung keinen Zuschlag bekommen und stehen vor einer ungewissen Zukunft trotz einwandfrei funktionierender Anlage.

Deshalb forderte Horst Seide aus dem politischen Berlin eine klare Ansage: „Wenn ihr flexiblen Strom braucht, liefern wir den, wenn ihr Kraftstoff wollt, bekommt ihr klimafreundlichen heimischen Kraftstoff, und Wärme können wir eh. Wir sichern unsere Energieversorgung heute und morgen – wenn ihr uns lasst.“

Den Film zur BIOGAS Convention & Trade Fair finden Sie hier.

 

(Quelle: Fachverband Biogas/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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