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VTG und Chart Ferox bauen Kesselwagen für den Transport von tiefkaltem Flüssigerdgas

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Autor: Redaktion

VTG und Chart Ferox bauen Kesselwagen für den Transport von tiefkaltem Flüssigerdgas

VTG Aktiengesellschaft eines der führenden Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen in Europa, baut gemeinsam mit Chart Ferox, Anbieter von Lagerungs-, Transport- und Vertriebssystemen von Erdgas, zwei Prototypen für den sicheren und wirtschaftlichen Transport von LNG auf der Schiene.

Die VTG verfügt über mehr als 60 Jahre Erfahrung in Entwicklung und Bau von Kesselwagen, Chart Ferox ist Spezialist für die Entwicklung von Transportbehältern für tiefkalte Flüssigkeiten. In enger Zusammenarbeit entwickeln und konstruieren VTG und Chart Ferox die ersten europäischen LNG-Kesselwagen-Prototypen, mit denen erstmals in Europa Flüssigerdgas auf der Schiene transportiert werden kann.

VTG ist für die Entwicklung und die Fertigstellung der zwei Prototypen verantwortlich. Dazu gehört auch das Einholen der notwendigen Genehmigungen und bahnspezifischen Zulassung. Die Endmontage der LNG-Kesselwagen erfolgt bei Waggonbau Graaff in Elze, der Innovationsplattform von VTG. Der Tank wird bei Chart Ferox im tschechischen Dĕčin gebaut. Die Prototypen werden mehr als das doppelte Nutzlast-Volumen eines LNG-Tankcontainers oder das doppelte eines LKW transportieren können. Durch die außergewöhnlich guten Isoliereigenschaften kann das tiefkalte LNG bis zu sechs Wochen im Kesselwagen verbleiben. Eine einzigartige Aufhängungstechnik zwischen dem Tank und dem Untergestell erforderte besonderen Entwicklungsaufwand, zu dem auch Dynamik- und Schwingungsberechnungstests gehörten.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme sind die Kesselwagen mit 25 t Radsätzen anstatt der gesetzlich geforderten 22,5 t Radsätze sowie optional einer GPS-Überwachung des Behälters ausgestattet. Auch Verkehre von und nach Spanien stellen – trotz unterschiedlicher Spurbreiten – für die Prototypen kein Hindernis dar. Der Wagen ist so konstruiert, dass eine Umspurung an den spanischen Grenzen möglich wäre. Die Prototypen werden bis Ende 2014 fertig gestellt und durchlaufen im Anschluss ein strenges Prüf- und Zulassungsverfahren.