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Studie empfiehlt Markteinführung von LNG-Lastwagen

Der Straßengüterverkehr in Deutschland verzeichnet enorme Wachstumsraten mit steigenden Treibhausgasemissionen und ist fast vollständig von Erdöl abhängig. Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas – LNG) als alternativer Kraftstoff hat das Potenzial, die Energieversorgung zu diversifizieren und auch die Klimabilanz der Lkws sowie aller damit transportierten Waren zu verbessern. Dies geht aus einer neuen Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) hervor.

von | 25.09.14

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Der Straßengüterverkehr in Deutschland verzeichnet enorme Wachstumsraten mit steigenden Treibhausgasemissionen und ist fast vollständig von Erdöl abhängig. Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas – LNG) als alternativer Kraftstoff hat das Potenzial, die Energieversorgung zu diversifizieren und auch die Klimabilanz der Lkws sowie aller damit transportierten Waren zu verbessern. Dies geht aus einer neuen Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) hervor.

„Die dena unterstützt die Strategie der Europäischen Kommission, LNG als Alternative zum Diesel zu etablieren“, so dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. „Für einen erfolgreichen Markteintritt von LNG müssen Politik und Industrie aber an einem Strang ziehen. Die Industrie wird nicht in LNG-Tankstellen oder LNG-Lkws investieren, solange die Politik keine klaren Rahmenbedingungen vorgibt.“

Von 1990 bis 2012 sind die Emissionen im Schwerlastverkehr um 40 % gestiegen – und die Bundesregierung sagt einen weiteren Anstieg der Verkehrsleistung voraus. In Großbritannien, Schweden, den Niederlanden und den USA werden LNG-Lastwagen bereits erfolgreich eingesetzt. In Deutschland hingegen gibt es bisher weder LNG-Tankstellen noch Testflotten.

Die EU-Strategie „Clean Power for Transport“ fordert Deutschland auf, bis 2016 politische Maßnahmen für den Aufbau eines LNG-Tankstellennetzes zu entwickeln. In der Studie untersucht die dena die Potenziale von LNG im Schwerlastverkehr und schlägt Maßnahmen für die Markteinführung vor. Die wichtigsten politischen Empfehlungen sind: konkrete Zielvorgaben für die Etablierung von LNG als Kraftstoff, die zeitnahe Verlängerung der Energiesteuerermäßigung für Erdgas und Biomethan sowie die Integration von gasbetriebenen Nutzfahrzeugen in öffentliche Flotten.

„Der Markt allein wird es aber nicht richten – die Bundesregierung muss die Markteinführung politisch koordinieren, zum Beispiel im Rahmen einer ministerienübergreifenden Plattform“, so Kohler weiter. „Ein gutes Beispiel für eine politisch unterstützte Marktentwicklungsplattform ist die Initiative Erdgasmobilität der dena.“

Erdgas ist der sauberste fossile Kraftstoff. Zudem kann es mit biogenem oder synthetischem Methan veredelt werden. Ein Mischkraftstoff aus 80 Prozent LNG und 20 Prozent Biomethan könnte bei einem Marktanteil von vier Prozent im Straßengüterverkehr bereits heute zirka 240.000 Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber Diesel vermeiden. Mit der Einführung neuer, effizienter Motoren wollen die Fahrzeughersteller ab 2015 auch mit reinem fossilen LNG Klimavorteile von zehn Prozent und mehr ermöglichen.

Flüssigerdgas im Schwerlastverkehr bietet weitere Vorteile: Es wird per Tankschiff importiert und erhöht damit nicht nur die Unabhängigkeit von Erdöl, sondern auch von Pipelinegas. Aufgrund der hohen Energiedichte können LNG-Lastwagen auch lange Strecken zurücklegen. Außerdem sind LNG-betriebene Lkws leiser als ihre Diesel-Pendants. So sinkt die Lärmbelästigung in Innenstädten bei Warenlieferungen oder Müllabfuhr.

Der Straßengüterverkehr in Deutschland verzeichnet enorme Wachstumsraten mit steigenden Treibhausgasemissionen und ist fast vollständig von Erdöl abhängig. Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas – LNG) als alternativer Kraftstoff hat das Potenzial, die Energieversorgung zu diversifizieren und auch die Klimabilanz der Lkws sowie aller damit transportierten Waren zu verbessern. Dies geht aus einer neuen Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) hervor.

„Die dena unterstützt die Strategie der Europäischen Kommission, LNG als Alternative zum Diesel zu etablieren“, so dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. „Für einen erfolgreichen Markteintritt von LNG müssen Politik und Industrie aber an einem Strang ziehen. Die Industrie wird nicht in LNG-Tankstellen oder LNG-Lkws investieren, solange die Politik keine klaren Rahmenbedingungen vorgibt.“

Von 1990 bis 2012 sind die Emissionen im Schwerlastverkehr um 40 % gestiegen – und die Bundesregierung sagt einen weiteren Anstieg der Verkehrsleistung voraus. In Großbritannien, Schweden, den Niederlanden und den USA werden LNG-Lastwagen bereits erfolgreich eingesetzt. In Deutschland hingegen gibt es bisher weder LNG-Tankstellen noch Testflotten.

Die EU-Strategie „Clean Power for Transport“ fordert Deutschland auf, bis 2016 politische Maßnahmen für den Aufbau eines LNG-Tankstellennetzes zu entwickeln. In der Studie untersucht die dena die Potenziale von LNG im Schwerlastverkehr und schlägt Maßnahmen für die Markteinführung vor. Die wichtigsten politischen Empfehlungen sind: konkrete Zielvorgaben für die Etablierung von LNG als Kraftstoff, die zeitnahe Verlängerung der Energiesteuerermäßigung für Erdgas und Biomethan sowie die Integration von gasbetriebenen Nutzfahrzeugen in öffentliche Flotten.

„Der Markt allein wird es aber nicht richten – die Bundesregierung muss die Markteinführung politisch koordinieren, zum Beispiel im Rahmen einer ministerienübergreifenden Plattform“, so Kohler weiter. „Ein gutes Beispiel für eine politisch unterstützte Marktentwicklungsplattform ist die Initiative Erdgasmobilität der dena.“

Erdgas ist der sauberste fossile Kraftstoff. Zudem kann es mit biogenem oder synthetischem Methan veredelt werden. Ein Mischkraftstoff aus 80 Prozent LNG und 20 Prozent Biomethan könnte bei einem Marktanteil von vier Prozent im Straßengüterverkehr bereits heute zirka 240.000 Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber Diesel vermeiden. Mit der Einführung neuer, effizienter Motoren wollen die Fahrzeughersteller ab 2015 auch mit reinem fossilen LNG Klimavorteile von zehn Prozent und mehr ermöglichen.

Flüssigerdgas im Schwerlastverkehr bietet weitere Vorteile: Es wird per Tankschiff importiert und erhöht damit nicht nur die Unabhängigkeit von Erdöl, sondern auch von Pipelinegas. Aufgrund der hohen Energiedichte können LNG-Lastwagen auch lange Strecken zurücklegen. Außerdem sind LNG-betriebene Lkws leiser als ihre Diesel-Pendants. So sinkt die Lärmbelästigung in Innenstädten bei Warenlieferungen oder Müllabfuhr.

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