Generic filters
FS Logoi

DVGW gründet neuen Forschungsbereich Power-to-Gas

Um dem steigenden Forschungsbedarf im Bereich der Speichertechnologien offensiv zu begegnen, hat der DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches im Rahmen seiner „Innovationsoffensive Gastechnologie“ ein neues Forschungscluster „Power-to-Gas“ gegründet.

von | 26.09.12

NULL

Um dem steigenden Forschungsbedarf im Bereich der Speichertechnologien offensiv zu begegnen, hat der DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches im Rahmen seiner „Innovationsoffensive Gastechnologie“ ein neues Forschungscluster „Power-to-Gas“ gegründet. Geleitet wird das Cluster von Dr. Gerald Linke, Leiter des Kompetenzcenter Gastechnik und Energiesysteme der E.ON Ruhrgas AG. Als technisch-wissenschaftlicher Think Tank der Energiewende erforscht der DVGW hocheffiziente Anwendungsoptionen des Energieträgers Gas unter Einbeziehung der vorhandenen Gasinfrastruktur in Deutschland. Auf der gat 2012 – dem größten gaswirtschaftlichen Kongress Deutschlands – wurden heute in Dresden die neuesten speichertechnologischen Forschungsergebnisse vorgestellt.

Ziel des jetzt gegründeten Clusters „Power-to-Gas“ ist es unter anderem, zu untersuchen, wie eine standardisierte Power-to-Gas-Anlage aussehen könnte. Die heute noch recht aufwendigen Einzelanlagen, die im Zuge von Demonstrationsvorhaben bundesweit projektiert sind, müssen für einen wirtschaftlichen Betrieb vereinfacht, das heißt standardisiert, werden. Insbesondere das technologische Herzstück, die Elektrolyse, muss noch kostenoptimiert werden. Darüber hinaus gilt es zu untersuchen, welche Anwendungen und Infrastrukturkomponenten eine Beimischung des Wasserstoffs zum Erdgas begrenzen. Das technische Regelwerk lässt derzeit Beimischungen im einstelligen Prozentbereich zu, verlangt aber eine Einzelfallbetrachtung der Bewertung nachgelagerter Versorgungsstrukturen.

Auch die zunächst energetisch unterlegen erscheinende Methanisierung des Wasserstoffs zusammen mit Kohlendioxid, das heißt die Herstellung synthetischen Methans, ist eine interessante Option zur Speicherung von Spitzenstrom. Die Energiedichte von Methan ist etwa dreimal höher als die von Wasserstoff und der synthetische Energieträger ist 100 Prozent kompatibel mit Erdgas. Allerdings können die CO2-Bereitstellungskosten die Methanisierung unwirtschaftlich machen. Daher soll in einem Forschungsprojekt speziell die Frage der geeigneten Standortwahl untersucht werden, wobei der Nutzung von CO2 aus regenerativen Bezugsquellen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll.

Ein weiterer zu untersuchender Punkt ist die Veränderung des Brennwerts des Gemisches, sobald Wasserstoff dem Erdgas beigemischt wird. Der Einfluss auf den energetischen Gehalt des resultierenden Gases kann rein rechnerischer erfasst werden, wenn die Konzentrationen der Einzelkomponenten herangezogen werden. In der Realität stellt es aber eine anspruchsvollere Aufgabe dar, messtechnisch für eine unbekannte Zusammensetzung einen exakten Brennwert zu bestimmen, da Wasserstoff nicht von herkömmlichen Prozess-Chromatographen registriert wird. Ziel ist hierbei, Methoden und Messverfahren zu identifizieren, die für alle abrechnungsrelevanten Prozesse eichtechnisch anerkannt sind.

Um dem steigenden Forschungsbedarf im Bereich der Speichertechnologien offensiv zu begegnen, hat der DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches im Rahmen seiner „Innovationsoffensive Gastechnologie“ ein neues Forschungscluster „Power-to-Gas“ gegründet. Geleitet wird das Cluster von Dr. Gerald Linke, Leiter des Kompetenzcenter Gastechnik und Energiesysteme der E.ON Ruhrgas AG. Als technisch-wissenschaftlicher Think Tank der Energiewende erforscht der DVGW hocheffiziente Anwendungsoptionen des Energieträgers Gas unter Einbeziehung der vorhandenen Gasinfrastruktur in Deutschland. Auf der gat 2012 – dem größten gaswirtschaftlichen Kongress Deutschlands – wurden heute in Dresden die neuesten speichertechnologischen Forschungsergebnisse vorgestellt.

Ziel des jetzt gegründeten Clusters „Power-to-Gas“ ist es unter anderem, zu untersuchen, wie eine standardisierte Power-to-Gas-Anlage aussehen könnte. Die heute noch recht aufwendigen Einzelanlagen, die im Zuge von Demonstrationsvorhaben bundesweit projektiert sind, müssen für einen wirtschaftlichen Betrieb vereinfacht, das heißt standardisiert, werden. Insbesondere das technologische Herzstück, die Elektrolyse, muss noch kostenoptimiert werden. Darüber hinaus gilt es zu untersuchen, welche Anwendungen und Infrastrukturkomponenten eine Beimischung des Wasserstoffs zum Erdgas begrenzen. Das technische Regelwerk lässt derzeit Beimischungen im einstelligen Prozentbereich zu, verlangt aber eine Einzelfallbetrachtung der Bewertung nachgelagerter Versorgungsstrukturen.

Auch die zunächst energetisch unterlegen erscheinende Methanisierung des Wasserstoffs zusammen mit Kohlendioxid, das heißt die Herstellung synthetischen Methans, ist eine interessante Option zur Speicherung von Spitzenstrom. Die Energiedichte von Methan ist etwa dreimal höher als die von Wasserstoff und der synthetische Energieträger ist 100 Prozent kompatibel mit Erdgas. Allerdings können die CO2-Bereitstellungskosten die Methanisierung unwirtschaftlich machen. Daher soll in einem Forschungsprojekt speziell die Frage der geeigneten Standortwahl untersucht werden, wobei der Nutzung von CO2 aus regenerativen Bezugsquellen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll.

Ein weiterer zu untersuchender Punkt ist die Veränderung des Brennwerts des Gemisches, sobald Wasserstoff dem Erdgas beigemischt wird. Der Einfluss auf den energetischen Gehalt des resultierenden Gases kann rein rechnerischer erfasst werden, wenn die Konzentrationen der Einzelkomponenten herangezogen werden. In der Realität stellt es aber eine anspruchsvollere Aufgabe dar, messtechnisch für eine unbekannte Zusammensetzung einen exakten Brennwert zu bestimmen, da Wasserstoff nicht von herkömmlichen Prozess-Chromatographen registriert wird. Ziel ist hierbei, Methoden und Messverfahren zu identifizieren, die für alle abrechnungsrelevanten Prozesse eichtechnisch anerkannt sind.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer das neuste in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

EWI-Analyse zu Wasserstoffimporten
EWI-Analyse zu Wasserstoffimporten

Die Auswahl von Handelspartnern für grünen Wasserstoff und Ammoniak ist für die Versorgungssicherheit entscheidend. Dabei gehen gute wirtschaftliche, politische und soziale Rahmenbedingungen jedoch häufig mit höheren Importkosten einher.

mehr lesen
Schlüsselfertige All-in-One-Lösungen für die Energiewende
Schlüsselfertige All-in-One-Lösungen für die Energiewende

Das vor Ostern von der deutschen Bundesregierung beschlossene neue Klimaschutzprogramm 2026 stellt für die Reduzierung fossiler Energieimporte acht Milliarden Euro bis 2030 bereit. Insgesamt wird der Klimabilanz aktuell eine „Rückwärtsrolle“ attestiert. Dabei kommt dem Ausbau erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne für die Generierung von grünem Wasserstoff definitiv die Rolle des „Motors“ für die Energiewende zu. Das seit 2020 für die stationäre Dekarbonisierung tätige Unternehmen H2 POWERCELL GmbH hat sich erfolgreich als Full-Service-Anbieter von Plug-&-Play-Wasserstoff-Produktions- und Speichersystemen sowie von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Kraftwerken positioniert.

mehr lesen
MB Energy kann Importterminal für Ammoniak in Hamburg bauen
MB Energy kann Importterminal für Ammoniak in Hamburg bauen

MB Energy hat von der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) die Genehmigung für den Bau und Betrieb eines neuen Ammoniak-Importterminals erhalten. Vorbehaltlich der finalen Investitionsentscheidung soll die Anlage auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand im Hamburger Hafen entstehen. Das geplante Terminal soll Deutschlands erster groß angelegter Ammoniak-Import-Hub werden und eine zentrale Rolle bei der Sicherung der zukünftigen Energieversorgung sowie der laufenden Transformation der Wirtschaft spielen.

mehr lesen
INES startet MAHS 2026
INES startet MAHS 2026

Mit dem Start der MAHS 2026 erhebt INES erneut den konkreten Bedarf an Wasserstoffspeicherkapazitäten in Deutschland. Unternehmen können ihre Anforderungen direkt einbringen und damit aktiv zur Entwicklung eines bedarfsgerechten und wettbewerblichen Wasserstoffspeichermarktes beitragen. Die Ergebnisse liefern eine zentrale Grundlage für Investitionsentscheidungen und die Ausgestaltung des Markt- und Regulierungsrahmens.

mehr lesen
Interview mit Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, TU Bergakademie Freiberg und Cornelia Müller-Pagel, Grüne Gase bei der VNG AG
Interview mit Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, TU Bergakademie Freiberg und Cornelia Müller-Pagel, Grüne Gase bei der VNG AG

Im Gespräch erläutern Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, Geschäftsführer der DBI-Gruppe im Ressort Wissenschaft & Bildung sowie Professor
an der TU Bergakademie Freiberg, zusammen mit Cornelia Müller-Pagel, Sprecherin des Konsortiums Energiepark Bad Lauchstädt
und Leiterin Grüne Gase bei der VNG AG, warum das Projekt weit mehr ist als ein Demonstrator – und welche Lehren sich daraus für
den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft ziehen lassen.

mehr lesen
Stapel Probeabo Gas

Sie möchten unser Magazin testen?

Bestellen Sie das kostenlose Probeheft!

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Gas + Energie kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Datenschutz
gwf-gas.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
gwf-gas.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: