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STREICHER erweitert Deponieentgasung in Hessen

Die MAX STREICHER GmbH & Co. KG aA kann durch das nachträgliche Einbringen horizontaler Gasdrainagen anfallendes Methangas effizient und kostengünstig abführen als mit herkömmlichen Vertikalbrunnen.

von | 07.07.15

Die MAX STREICHER GmbH & Co. KG aA kann durch das nachträgliche Einbringen horizontaler Gasdrainagen anfallendes Methangas effizient und kostengünstig abführen. Dabei wird das unkontrollierte Austreten von Methangasen vermieden. STREICHER führte die sogenannten „Sacklochbohrungen“ in der Deponie „Am Bastwald“ in Schwalmtal / Hessen unter Einhaltung hoher Sicherheitsstandards bis Ende Juni 2015 aus.

Bereits seit 2005 besitzt STREICHER ein geschütztes Verfahren für horizontale Gasdrainagen, die nachträglich in Deponien eingebracht werden, um das dort in großen Mengen entstehende Methangas zur weiteren Nutzung abzuführen. Der Vorteil dieser horizontalen Sacklochbohrungen ist, dass sie einen größeren Einzugsbereich als Vertikalbrunnen haben. Von diesen herkömmlichen Brunnen benötigt man deshalb eine hohe Anzahl, wenn man Methangas aus einer Deponie entfernen möchte. Seit April 2015 führt das Unternehmen auf der Deponie „Am Bastwald“, die von der Abfallentsorgungsgesellschaft Vogelsbergkreis betrieben wird, sechs horizontale Sacklochbohrungen mit einer Länge von 66 bis 108 Metern durch.

Dabei findet eine Verdrängungsbohrung mit einem Horizontalbohrgerät statt, das eine Rückzugs- und Druckkraft von bis zu 40 t hat. In die Sacklochbohrung werden gelochte Kunststoffrohre mit einem Durchmesser von 160 mm und einer Wandstärke von 14,6 mm im Verdrängungsverfahren eingebracht, ohne dass Bohrgut ausgetragen wird. Ein am Bohrgestänge angebrachter Sender ermöglicht es, die genaue Lage und Tiefe jederzeit zu kontrollieren. Damit das Deponiegas Zutritt zur Drainageleitung hat und kontrolliert abgeführt werden kann, wird bei dem von STREICHER angewandten Verfahren auf den Einsatz einer Bentonit-Spülflüssigkeit verzichtet, die eine Abdichtung um die Bohrung schaffen würde. Es wird lediglich Reinwasser zur Kühlung des Bohrkopfes verwendet. Für das anfallende Deponiegas werden Absauganlagen eingesetzt.

Vor Ort wird auf höchster Sicherheitsstufe gearbeitet. Neben ständigen Gas- und Sauerstoffmessungen werden vorsorgliche Maßnahmen zur Feuerbekämpfung getroffen. Die Weiterverbreitung undefinierter Abfallstoffe wird durch den Einsatz einer sogenannten mobilen Schwarz-Weiß-Anlage vermieden, in der sich die Mitarbeiter nach ihrem Einsatz reinigen und die Kleidung wechseln.

Horizontale Anbindeleitung DA 110 der Gasbrunnen an den Gassammelbalken in offener Bauweise (Foto: STREICHER)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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