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Neue Taskforce für den beschleunigten Hochlauf von Biomethan in Deutschland

Mit der Taskforce will Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft die Produktion von Biomethan in Deutschland in zukunftsfähigem Maßstab stärken. Die Biomethan Taskforce bündelt Fachkompetenzen aus der Gaswirtschaft und entlang der gesamten Biomethan-Wertschöpfungskette, um Sichtbarkeit und Marktentwicklung des erneuerbaren Energieträgers voranzubringen.

von | 06.03.26

Bild: Jost Listemann/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

Biomethan wird ein Baustein beim klimaneutralen Betrieb von Fahrzeugen, Industrieanlagen und Wärmeerzeugern sein. Als erneuerbares, speicherbares und flexibel einsetzbares Molekül kann es bestehende Infrastrukturen dekarbonisieren und zugleich zur Versorgungssicherheit beitragen. Damit dieses Potenzial beschleunigt erschlossen werden kann, ruft der Verband Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft nun die Biomethan Taskforce ins Leben. Die neue Initiative bündelt die schon lange bestehenden Fachkompetenzen aus der Gasbranche mit den Biomethan-Spezialisten.

Die aktuellen Eckpunkte der Bundesregierung zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz unterstreichen die politische Bedeutung klimaneutraler Brennstoffe für die zukünftige Wärmeversorgung. Wenn CO₂-neutrale Gase perspektivisch eine stärkere Rolle spielen sollen, braucht es jetzt verlässliche Rahmenbedingungen für deren heimische Produktion. Die Biomethan Taskforce versteht sich daher auch als industriepolitischer Impuls, um Angebot und Nachfrage synchron zu entwickeln.

Die Initiative soll den breiten Hochlauf von Biomethan beschleunigen und sich für politische Rahmenbedingungen einsetzen, damit Investitionen in Produktion, Infrastruktur und Nutzung wieder planbar werden. Denn während die Europäische Kommission mit RePowerEU ein ambitioniertes Ziel von 35 Mrd. m3 Biomethan bis 2030 definiert hat, droht Deutschland beim Aufbau entsprechender Kapazitäten den Anschluss zu verlieren. Länder wie Frankreich oder Italien schaffen längst verlässliche Investitionsbedingungen und treiben den Ausbau konsequent voran.

Die aktuelle Marktlage ist geprägt vom Spannungsfeld aus Klimaschutzzielen einerseits und Beschränkungen andererseits. Timm Kehler, Vorstand des Verbands Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft, erklärt: „Biomethan kann zu einem tragenden Pfeiler klimaneutraler Gasversorgungwerden. Doch derzeit fehlen die nötigen Leitplanken. Mit dem Auslaufen der Gasnetzzugangsverordnung und der EEG-Förderung sowie der unklaren Umsetzung des EU-Gasbinnenmarktpakets entstehen Unsicherheit bei den Verbrauchern und gebremste Investitionen in neue Produktionskapazitäten.“

Neben stabilen Grundlagen braucht der Markt Instrumente für die Nachfragestimulierung. Die Taskforce setzt sich unter anderem für die Umsetzung der Grüngasquote ein, die auf breite Zustimmung der Bevölkerung trifft, wie es eine jüngst durchgeführte Umfragedes Meinungsforschungsinstituts Civey zeigt. Darin befürworteten 65,9 % der 2.500 befragten Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer die Einspeisung grüner Gase zum klimaneutralen Betrieb ihrer Heizung. 18,9 % waren dagegen, 15,2 % antworteten mit “Weiß nicht”.

Die Taskforce wird von bestehenden Mitgliedern des Verbandes und führenden Unternehmen der Biomethanbranche getragen, unter anderem Biogeen, DAH Gruppe, Nawaro, Balance Erneuerbare Energien, SEFE, Uniper, Verbio, Trading Hub Europe und anew climate. Unterstützt wird die Initiative vom Projekt Transformationspfad Neue Gase der Branchenverbände BDEW, DVGW und Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft.

Weitere Informationen zur Biomethan Taskforce finden Sie unter:
www.biomethan-taskforce.de.

 

 

(Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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