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Nationaler Wasserstoffrat: Papier zu den Transportoptionen und -bedingungen von Wasserstoff

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Autor: Redaktion

Nationaler Wasserstoffrat: Papier zu den Transportoptionen und -bedingungen von Wasserstoff

Für den Transport von Wasserstoff bieten sich unterschiedliche Optionen an. Kleinere Mengen Wasserstoff können flexibel über Lkw-Trailer transportiert werden. Im europäischen Umfeld für Distanzen von bis zu rd. 10.000 km ist der Wasserstofftransport in Pipelines, selbst in neugebauten, die wirtschaftlichste Option. Für einen solchen leitungsgebundenen Transport ermittelt die Studie zum „European Hydrogen Backbone“ (EHB) spezifische Transportpreise von ca. 0,16 €/kg je 1.000 km Transportweg bei nahezu vollständig ausgelasteten Fernleitungen. Zu Beginn führt die geringe Auslastung zu höheren Transportkosten für erste Abnehmer, die staatlich abgefedert werden sollten.

Die in der EHB-Studie ermittelten Transportpreise basieren auf einem signifikanten Anteil umgestellter Erdgasleitungen im geplanten System. Die Nutzung von Bestandsinfrastruktur reduziert die Systemkosten, beschleunigt die Realisierung, vermeidet Umwelteingriffe in den Bereichen und erhöht damit die gesellschaftliche Akzeptanz.

Die Nutzung vorhandener Erdgasfernleitungen für den sicheren Transport von Wasserstoff ist, so ein Gutachten des TÜV Nord, grundsätzlich möglich. Eine entsprechende Umstellung von Erdgas auf Wasserstoff wurde schon u.a. anhand einer Erdgasfernleitung im Südwesten der Niederlande demonstriert. Auch die Wasserstoffqualität ist beim Transport in umgestellten Erdgasfernleitungen grundsätzlich gesichert und die Vorgaben der relevanten Norm DVGW G 260 (2021) werden eingehalten. Aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften ist beim Transport von Wasserstoff in Pipelines die aus dem Erdgastransport bekannte hohe Energietransportkapazität von ca. 8 – 10-mal der Energietransportkapazität einer Stromleitung zu realisieren.

Neben Wasserstoff und Strom werden zukünftig Biogas/Biomethan und synthetisches Erdgas (SNG) ihre Anwendung finden. Für entsprechende Abnehmer dieser Stoffe wird es auf der Fernleitungs- und Verteilnetzebene auch weiterhin Methannetze geben. Für eine effiziente und transparente Planung des zukünftigen Wasserstoffnetzes bietet der Prozess zur Netzentwicklungsplanung im Erdgas eine gute Grundlage und wird nun für Wasserstoff weiterentwickelt. Auch ist eine engere Verzahnung der Infrastrukturplanungen für Strom, Gas und Wasserstoff notwendig.

Das Papier steht am Seitenende und auf der Seite “Positionen und Stellungnahmen” als Download bereit.

(Quelle: Nationaler Wasserstoffrat/2021)