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Hafen Antwerpen-Brügge wird Stiftungsmitglied bei H2Global

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Autor: Elisabeth Terplan

Hafen Antwerpen-Brügge wird Stiftungsmitglied bei H2Global

Dem Port of Antwerp-Bruges kommt als größtem Exporthafen Europas bei der Energiewende eine Schlüsselfunktion zu. Seine Position in der internationalen Logistikkette und als Chemie-Cluster ist entscheidend, um den Markthochlauf von grünem Wasserstoff und seinen Derivaten zu beschleunigen. Die H2Global-Stiftung hat einen wettbewerbsbasierten Doppelauktionsmechanismus entwickelt, über den das Tochterunternehmen HINT.CO als Intermediär weltweit Wasserstoff und dessen Derivate einkauft. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert die künftige Bereitstellung von grünem Wasserstoff durch die Initiative mit 900 Mio. €.

Als größter Wirtschaftsmotor Belgiens sieht sich die Hafenbehörde in Klimaschutzfragen in einer Führungsrolle, die sie mit massiven Investitionen in die Energiewende und als Standort eines Wasserstoffdrehkreuzes verstärkt wahrnehmen will. Europas größter Exporthafen und Europas größter integrierter Chemie-Cluster ist eines von einer Reihe namhafter Unternehmen, die als Teil der H2Global-Stiftung für eine Energiewende und die größere Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen eintreten.

Bereits vor dem Beitritt des Port of Antwerp-Bruges haben sich Unternehmen wie u. a. die Siemens Energy Global GmbH, die Thyssenkrupp AG, die Deutsche Bank AG oder Uniper zu den gemeinsamen Zielen der H2Global-Stiftung bekannt. Die klare Botschaft des Port of Antwerp-Bruges als Europas größter Hafen für Fahrzeugumschlag, als Heimat des größten integrierten Chemie-Clusters Europas und als führender Containerhäfen zielt auf den europäischen und gesellschaftlichen Kern der H2Global-Idee.

Die aktuelle Versorgungslage vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und die damit einhergehenden Energieengpässe unterstreichen die Dringlichkeit: „Für Nordwest-Europa ist es aktuell unmöglich, sämtliche benötigte Energie aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen“, erläutert Vandermeiren die geopolitischen und wirtschaftlichen Hintergründe. „Die Pläne für den Import von grünem Wasserstoff aus Ländern mit sehr viel mehr Sonnenenergie werden immer konkreter.“ Ankommen soll der grüne Wasserstoff – oder seine Derivate – unter anderem an großen Häfen wie Antwerpen-Brügge. Hier setzt die Stiftungsidee hinter dem Förderprogramm von H2Global an: Ein Intermediär auktioniert grünen Wasserstoff und Derivate zu einem möglichst günstigen Preis und verkauft diese anschließend in Deutschland und Europa an den Höchstbietenden. Der voraussichtlich anfallende negative Differenzbetrag kann durch den 900 Mio. Euro umfassenden Förderzuschuss des BMWK ausgeglichen werden.

Schon heute führt der Port of Antwerp-Bruges alternative Energiequellen wie Wasserstoff ein und verwandelt sie in nachhaltige Rohstoffe und Treibstoff für den Chemiesektor des Hafens. Der Hafen soll darüber hinaus eine Schlüsselposition bei der Einfuhr und der lokalen Produktion von grünem Wasserstoff spielen. Die anfängliche Produktion von grünem Wasserstoff wird 2023 beginnen und bis 2025-2027 für große Mengen grüner Moleküle aus Übersee hochgefahren werden.

(Quelle: H2Global/2022)