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BET und 17 Stadtwerke starten gemeinsame Klimaschutzinitiative

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Autor: Elisabeth Terplan

BET und 17 Stadtwerke starten gemeinsame Klimaschutzinitiative

Das Thema Klimaschutz treibt BET und die gesamte Energiewirtschaft bereits seit geraumer Zeit um. Aus diesem Grund rief BET im letzten Jahr Stadtwerke dazu auf, sich im Rahmen einer gemeinsamen Initiative auf den Weg Richtung Klimaneutralität zu machen. Denn „Alleingänge sind bei der Mammutaufgabe Klimaneutralität nicht zielführend“, erklärt Tim Ronkartz, Leiter des Kompetenzteams Unternehmensentwicklung bei der BET. „Durch die Gründung der Initiative Klimawerke wollen wir alle an einen Tisch bringen und dafür sorgen, dass sich die Stadtwerke den Herausforderungen gemeinsam stellen.“

Dass sich an der Gründung der Initiative „Klimawerke“ zum 1. Mai 2022 insgesamt 17 Stadtwerke beteiligen, unterstreicht, dass BET hier einen Nerv getroffen hat. Denn spätestens seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts und der Neufassung des Klimaschutzgesetzes im Frühjahr 2021 stehen Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung ganz oben auf der Agenda vieler Versorgungsunternehmen. Der Krieg in der Ukraine und die damit zusammenhängende „Energiekrise“ haben zusätzlich gezeigt, dass das Zeitalter von Erdöl, Erdgas und Kohle besser heute als morgen enden sollte.

Die Herausforderungen sind groß und eine einheitliche Lösung für alle Fragestellung gibt es nicht, wie Sebastian Seier, einer der Initiatoren der Klimawerke bei BET, anhand eines Beispiels erklärt: „Aktuell liegt der Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmesektor bei knapp 16 %. Schon 2030 wollen wir deutschlandweit 50 % erreicht haben. Jeder muss dazu einen Beitrag leisten. Niemand hat jedoch heute schon eine fertige Lösung, wie und zu welchen Kosten die Wärmeversorgung klimaneutral werden kann. Wir wollen daher im Rahmen der Klimawerke gemeinsam herausfinden, welchen Beitrag Wärmepumpen, Wasserstoff, Biogas, Solarthermie, Geothermie und Holz leisten können.“

Alle Mitglieder sind Energieversorgungsunternehmen und verfolgen gemeinsam das Ziel, bis spätestens 2040 klimaneutral zu sein – also fünf Jahre früher als Deutschland insgesamt. Die Klimawerke stellen zunächst eine Treibhausgasbilanz auf, um herauszufinden, wo wie viel klimaschädliches Gas aus welchen Quellen emittiert wird. Auf dieser Grundlage werden Klimaziele formuliert und konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Ziele erarbeitet. Im Zuge dessen werden die Weichen für eine emissionsfreie Strom- und Wärmeversorgung, für die Zukunft der Gasnetze, für die Elektromobilität und für Wasserstoff gestellt. Außerdem sollen zukunftsfähige Lösungen erarbeitet werden, die die Kunden der Energieversorgungsunternehmen auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität unterstützen.

Um diese ambitionierte Agenda erreichen zu können, werden die Klimawerke im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesumweltministerium gefördert. Die 17 Gründungsmitglieder sind offen dafür, weitere, assoziierte Mitglieder in den Kreis der Klimawerke aufzunehmen.

 Folgende 17 Stadtwerke sind die Gründungsmitglieder der Initiative Klimawerke:

  • Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21)
  • Eisenacher Versorgungs-Betriebe GmbH
  • Energieversorgung Rudolstadt GmbH
  • Gemeindewerke Steinhagen GmbH
  • Osterholzer Stadtwerke GmbH & Co. KG
  • Stadtwerke Annaberg-Buchholz Energie AG
  • Stadtwerke Delitzsch GmbH
  • Stadtwerke Düren GmbH
  • Stadtwerke Eilenburg GmbH
  • Stadtwerke Hameln Weserbergland GmbH
  • Stadtwerke Hildesheim AG
  • Stadtwerke Nettetal GmbH
  • Stadtwerke Oerlinghausen GmbH
  • Stadtwerke SH GmbH & Co. KG
  • Stadtwerke Solingen GmbH
  • Stadtwerke Steinburg GmbH
  • WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH

BET übernimmt bei den Klimawerken die inhaltliche und organisatorische Leitung und unterstützt somit aktiv die Bestrebungen der beteiligten Versorger, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Weitere Informationen unter:

www.klimawerke.de

(Quelle: BET/2022)