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Nordrhein-Westfalen soll umwelt- und klimaschonend mobil werden

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Autor: Redaktion

Nordrhein-Westfalen soll umwelt- und klimaschonend mobil werden

Gasmobilität als klimaschonende Lösung
Die energie- und klimapolitischen Herausforderungen im Mobilitätssektor lassen sich durch das Zusammenspiel verschiedener Technologien und Antriebsformen lösen. Eine Option, um kurz- und mittelfristig Benzin- und Dieselantriebe zu ersetzen, ist die Gasmobilität (CNG/LNG): Sie kann zu 100 % regenerativ werden und somit zur Treibhausgas-Reduktion beitragen. Mit Gas angetriebene Motoren emittieren so gut wie keine Luftschadstoffe und leisten so auch einen Beitrag zur Luftreinhaltung.
Gas-betriebene Pkw, Busse und LKW sind eine klimaschonende und sofort verfügbare Alternative. Aufgrund von Emissionsvorteilen bei Treibhausgasen, Stickoxiden und Feinstaub ist ihr Einsatz insbesondere bei häufig genutzten Fahrzeugen im innerstädtischen Verkehr sinnvoll und besonders dort, wo es keine Alternativen gibt wie bei schweren Lkw auf der Langstrecke.
Erdgas sei eine klare Option für mehr Klimaschutz im Verkehr. Die CO2-Einsparpotenziale von Gas-Fahrzeugen seien beträchtlich, vor allem, wenn sie mit grünen Gasen betrieben würden. Erneuerbare gasbasierte Kraftstoffe könnten zunehmend in größeren Mengen bereitgestellt werden. Es brauche hier eine echte Technologieoffenheit, die es ermögliche, dass gasbasierte Kraftstoffe ihr Potenzial ausspielen können, forderte Dr. Dietrich Gerstein, Experte für Mobilität beim DVGW, auf dem zweiten Runden Tisch für Gasmobilität am 21.11.2018 in Bochum. Dort diskutierten Experten des DVGW, der EnergieAgentur.NRW und von weiteren Verbänden mit Vertretern der Landesbehörden insbesondere den Beitrag, den Gas und weitere Antriebsformen gemeinsam für eine Defossilierung des Verkehrs leisten können.
Trotz steigender Zulassungszahlen wird die Gasmobilität nicht ausreichend genutzt. Und dies, obwohl die Steuerermäßigung für Erdgas als Kraftstoff bis 2026 fortgeschrieben wurde und Erdgas-betriebene LKW von der Mautabgabe befreit sind und über das BMVI gefördert werden. Die drohenden Diesel-Fahrverbote in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens, darunter Köln und Bonn, sowie drohende Mobilitätseinschränkungen in Dortmund, Bochum, Essen und Gelsenkirchen machen deutlich: Die bisherigen Instrumente greifen nicht, um die Schadstoffemissionen zu reduzieren.
Positionspapier zu den Eckpunkten einer sauberen Mobilität
In ihrem Positionspapier legen die drei nordrhein-westfälischen Landesgruppen der Verbände DVGW, BDEW, VKU sowie der VVWL NRW die Eckpunkte einer sauberen Mobilität dar und werben für eine Beteiligung weiterer Gruppen. Download unter: https://www.dvgw.de/medien/dvgw/verein/aktuelles/presse/eco-mobilitaet-positionspapier-dvgw-nrw-gasmobilitaet.pdf 
(Quelle: Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.)