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Elektromobilität: Neues BDEW-Ladesäulenregister geht an den Start

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Autor: Redaktion

Elektromobilität: Neues BDEW-Ladesäulenregister geht an den Start

Zum Ladesäulenregister
Mit der neuen Plattform www.ladesaeulenregister.de bieten der BDEW und die Energie Codes und Services GmbH ab sofort ein Serviceangebot rund um Fragen der Infrastruktur für Elektromobilität: Es dient der tagesaktuellen Erfassung der in Deutschland vorhandenen öffentlichen und teilöffentlichen Ladepunkte. Fahrer von E-Autos finden auf der interaktiven Deutschlandkarte die Ladepunkte in ihrem Umkreis mit relevanten Informationen für einen unkomplizierten Ladevorgang. Für Ladesäulenbetreiber stehen auf der Plattform Informationen zum technischen Aufbau, der Fördermittelvergabe und Meldepflichten bereit.
„[…] Betreiber von Ladesäulen können sich kostenlos in unser Register eintragen und so ihre Bekanntheit und die Auslastung ihrer Ladesäule steigern“, so Franziska Kronberg, Geschäftsführerin der Energie Codes und Services GmbH.
Die Energie Codes und Services GmbH wurde 2016 als hundertprozentige Tochter des BDEW gegründet. Das Unternehmen erbringt verschiedene Dienstleistungen für die Energie- und Wasserwirtschaft, darunter die zentrale Vergabe und Verwaltung von Identifikatoren im Strom- und Elektromobilitätsmarkt.
Elektromobilität in Deutschland
Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, weist daraufhin, dass die Energiewirtschaft beim Ladesäulen-Ausbau weiter aufs Tempo drücke: Über drei Viertel der Ladepunkte würden von Energieunternehmen betrieben, obwohl es angesichts der geringen Anzahl an E-Autos noch keineswegs rentabel sei. Das sei eine Investition in die Zukunft, damit die Energiewende auch im Verkehrssektor gelinge. Wenn die Elektromobilität in Deutschland in den nächsten Jahren den Durchbruch schaffen solle, müsse die Automobilindustrie Modelle auf den Markt bringen, die in Preis und Leistung mit Verbrennern konkurrieren können. Selbst die Kaufprämie bliebe zwecklos, wenn das Produkt nicht attraktiv und bezahlbar sei.
Nach zwei Jahren Laufzeit wurde von den € 600 Mio. an Fördersumme gerade einmal ein Sechstel abgerufen. Dagegen wird die Förderung des Ausbaus der öffentlichen Ladeinfrastruktur ihr ursprüngliches Ziel von 15.000 zusätzlichen Ladepunkten voraussichtlich schon nach der Hälfte der Laufzeit erreichen können. Da die Große Koalition das Ziel auf 100.000 Ladepunkte bis 2020 erhöht hat, fordert der BDEW eine Umschichtung der Fördermittel: „Sollten weiterhin die Mittel für die Fahrzeuge so langsam abfließen, sollte über eine Umverteilung nachgedacht werden. Zudem sollte die Regierung mehr Tempo machen, wenn es darum geht, die Installation von Ladeinfrastruktur im privaten Bereich zu erleichtern: Durch Fördermittel und Anpassungen im Wohneigentumsrecht. Immerhin finden hier rund 80 % der Ladevorgänge statt“, fordert Kapferer.
(Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.)