Dieser Testlauf wurde im Rahmen des strukturierten, kollaborativen Ansatzes des Hubs durchgeführt. Der Ansatz zielt darauf ab, innovative Technologien zu identifizieren und zu validieren, um deren Einsatz im industriellen Maßstab vorzubereiten. Technische Experten von Microsoft, Google und Data4 verfolgten den Test live vor Ort, um die Ergebnisse mit Blick auf reale Anforderungen im Datacenter‑Betrieb zu bewerten.
Die Erdgasmotoren von INNIO zeichnen sich durch schnelle Startzeiten, ein herausragendes Lastverhalten und eine stabile Leistung aus. In der Demonstration der 3-MW-Klasse zeigte INNIO erstmals, dass diese Leistungsmerkmale auch beim Betrieb mit 100 % Wasserstoff zuverlässig erzielt werden.
Im Rahmen des Live‑Tests am Forschungsstandort von INNIO durchlief der Wasserstoffmotor anspruchsvolle, für kritische Datacenter‑Anwendungen typische Lastprofile. Neben verschiedenen KI‑Lastprofilen umfasste der Validierungstest auch schnelle und großvolumige Lastwechsel, um reale Bedingungen in Datacentern zu simulieren. Die anwesenden technischen Experten von Microsoft, Google und Data4 bestätigten auf Basis ihrer Live‑Beobachtungen, dass Wasserstoffmotoren eine vielversprechende Option zur Backup‑ und Primärenergieversorgung von leistungsintensiven Datacentern der nächsten Generation darstellen.
Der Validierungstest ist Teil des strukturierten, kollaborativen Prozesses des Net Zero Innovation Hub for Data Centers zur Skalierung von Innovationen. In diesem Hub definieren führende Unternehmen der Datacenter-Branche gemeinsam die Anforderungen, damit neue Technologien im großen Maßstab in Datacentern ausgerollt werden können. Im Anschluss an eine weltweite Informationsanfrage (Request for Information, RfI) zu CO₂‑armen Backup-Lösungen wurden Wasserstoff und andere saubere Brennstoffe als geeignete Alternative ausgewählt, um Diesel-Notstromgeneratoren zu ersetzen. Für die Validierung im Megawatt‑Maßstab kam die Jenbacher Gasmotorentechnologie von INNIO zum Einsatz. INNIO bereitete die Demonstration und den erfolgreichen Live‑Test gemeinsam mit dem technischen Hub‑Team vor. Zu den Partnern im Hub zählen unter anderem Data4, Google, Microsoft, Schneider Electric und Vertiv.
Angesichts des sich beschleunigenden KI‑getriebenen Lastwachstums legen Betreiber von Datacentern zunehmend Wert auf Versorgungssicherheit, schnelle Realisierungszeiten und Dekarbonisierung. Branchenanalysten erwarten, dass der Anteil hybrider und sogenannter Behind‑the‑Meter‑Energiesysteme in neuen Datacentern von 10 bis 20 % im Jahr 2025 auf 50 bis 60 % bis 2030 steigt. Dies unterstreicht den Bedarf an skalierbaren, CO₂‑armen Alternativen zu dieselbasierten Backup‑Systemen.
Wasserstoffbetriebene Behind‑the‑Meter‑Backup- und Prime-Power‑Lösungen bieten einen vielversprechenden Ansatz für CO₂‑arme Notstrom‑ und Primärenergieversorgung. Sie unterstützen eine schnellere Bereitstellung von Datacentern, eine bessere Integration in das Stromnetz sowie die Stabilisierung der Netzinfrastruktur. Die INNIO Group und der Net Zero Innovation Hub for Data Centers planen, für die Skalierung dieser Lösung weiter zusammenzuarbeiten. Im Fokus stehen dabei unter anderem Brennstoffverfügbarkeit, Infrastruktur, Speicherlösungen, Genehmigungs-prozesse, Dual‑Fuel‑Fähigkeiten sowie die Integration in Datacenter‑Architekturen.







