Für die gemeinsam mit der Schütz GmbH Messtechnik entwickelte Methode der resonanten Lasertechnologie wurden Dr. Johannes Herbst, Dr. Christian Weber und Dr. Katrin Schmitt mit dem renommierten Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2026 ausgezeichnet. Damit wurde Prof. Dr. Jürgen Wöllenstein und seiner Abteilung am Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM für Gas- und Prozesstechnologie eine besondere Ehrung zuteil. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Festakts am 10. Juni 2026 im Congress Center Leipzig statt.
Der Joseph-von-Fraunhofer-Preis wird jährlich an nur drei Teams der Fraunhofer-Gesellschaft mit ihren ca. 30.000 Mitarbeitern vergeben. Ausgezeichnet werden herausragende wissenschaftliche Leistungen mit besonderem Anwendungsbezug. Zu den Bewertungskriterien zählen unter anderem die Neuartigkeit des wissenschaftlichen Ansatzes, der erzielte Erkenntnisgewinn sowie die erfolgreiche Überführung der Forschungsergebnisse in die praktische Anwendung. Erst die fruchtbare Zusammenarbeit von Schütz mit dem Preisträger-Team aus der Abteilung Gas- und Prozesstechnologie von Prof. Dr. Jürgen Wöllenstein führte die Technologie zur Anwendungsreife.
Bereits im März 2026 wurde Dr. Christian Weber für das zugrunde liegende Sensorprinzip mit dem Hugo-Geiger-Preis 2025 geehrt. Damit wurde die Technologie innerhalb kurzer Zeit gleich zweimal für ihre wissenschaftliche und technologische Bedeutung ausgezeichnet.
Genau dieser Technologietransfer wurde mit dem LDEM 2000 Idora erfolgreich umgesetzt. Das Gasmesssystem nutzt diese ausgezeichnete resonante Lasertechnologie, welche die Absorptionslinien von Methan und Ethan selektiv anregt und erfasst. Diese wurde speziell für den mobilen Einsatz in der Gasmesstechnik entwickelt und kombiniert hohe Selektivität mit einer kompakten Bauweise sowie geringem Energieverbrauch. Im Ergebnis hat man ein System, das man flexibel in unterschiedlichste Fahrzeugtypen integrieren kann.
Die im LDEM 2000 Idora eingesetzte Technologie erfüllt die Anforderungen der fahrzeuggestützten Rohrnetzkontrolle nach DVGW G 465-4 sowie der Emissionsmessung im Rahmen der EU-Methanverordnung. Netzbetreiber und Dienstleister erhalten damit eine robuste und praxiserprobte Lösung zur Erfüllung ihrer Überwachungs-, Dokumentations- und Berichtspflichten.
Die Methan- und Ethan-Messmodule markieren dabei erst den Anfang der Entwicklung. Bereits heute zeichnen sich zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten der resonanten Lasertechnologie ab. Durch ihre hohe Selektivität, Robustheit und Wirtschaftlichkeit besitzt sie das Potenzial, die zukünftige Gassensorik in vielen Anwendungsfeldern nachhaltig zu prägen.
Die Auszeichnung bestätigt den Erfolg der engen Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie und zeigt, wie innovative Technologien ihren Weg aus dem Labor in die tägliche Praxis finden können.
(Quelle. Schütz Messtechnik)







