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Gasnetz Hamburg überprüft 3.000 Kilometer Gasleitungen

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Autor: Elisabeth Terplan

Im Auftrag von Gasnetz Hamburg laufen die Experten mithilfe der "Spürnase" ingesamt 3.000 Kilometer Gasleitungen zu Fuß ab.

13. Mai 2024 | Hamburgs Gasleitungen werden unter die Lupe genommen. Im Auftrag von Gasnetz Hamburg werden fünf Gasspürer die Gasleitungen überprüfen. Dafür laufen die Gasspürer ingesamt mehr als 3.000 Kilometer Gasleitungen zu Fuß ab.

Um den Langstreckenlauf zu erleichtern, nutzen die Experten eine sensible “Spürnase” bei ihrer Arbeit. Eine Messsonde saugt das Gas-Luftgemisch direkt über dem Boden an. Das Hightech-Gerät auf dem Rücken der Gasspürer misst, ob sich Erdgas in der eingesaugten Luft befindet. Ein Tablet-PC mit elektronischer Karte weist ihnen präzise den Weg über den Verlauf der Leitungen.

Projektleiter Stefan Kretschmer von Gasnetz Hamburg erläutert: „Die Gasspür-Geräte messen überaus genau. Dadurch erkennen sie Erdgas, lange bevor wir es durch seinen typischen Warngeruch wahrnehmen können.“ Schlägt das Gerät aus, deutet es auf ein Leck der unterirdischen Leitung hin. „In diesem Fall lokalisieren unsere Experten den Schaden und rufen unsere Kolonnen zur Reparatur herbei.“ Mit dieser turnusmäßigen Überprüfung nach den Regeln des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) sorgen Gasnetz Hamburg und seine Gasspürer für eine besonders hohe Versorgungssicherheit in Hamburg: Nach den Vergleichszahlen der Bundesnetzagentur sind die durchschnittlichen Versorgungsunterbrechungen im Hamburger Netz besonders kurz und Hamburg belegt einen Spitzenplatz bei der Zuverlässigkeit des Netzes.

Die Experten müssen gut zu Fuß sein, denn in einer Saison kommt ein Gasspürer auf bis zu 700 km Fußweg. Zusammen legen die Gasspürer dieses Jahr rechnerisch eine Strecke zurück, die länger als von Hamburg nach Monaco und zurück ist. Die Saison der „Spürnase“ läuft von April bis Oktober. Bei Frost und Regen kann kein Gas gespürt werden, da das Erdgas nicht über dem Erdboden zu „riechen“ wäre. Auf den weiten Wegen überprüfen die Experten Leitungen auf öffentlichem Grund bis zur Hauseinführung. Dafür ist es erforderlich, auch die Grundstücke zu betreten, jedoch nicht die Häuser. Die Experten können sich entsprechend ausweisen. In den Stadtteilen Bergedorf, Hummelsbüttel und Lohbrügge sind sie bereits unterwegs.

 

(Quelle: Gasnetz Hamburg/2024)