Wasserstoff ist als umwelt- und klimafreundlicher Energieträger für die Chemie- und Verfahrensindustrie etabliert. Flexibilität und die Möglichkeit, ihn langfristig zu speichern, sind die Pluspunkte. Doch zugleich führen seine hohe Reaktionsfähigkeit und der extrem breite Bereich, in dem ein Wasserstoff-Luft-Gemisch zündfähig ist, zu deutlich höheren Anforderungen an den Explosionsschutz als etwa bei der Aufbewahrung und beim Transport von Kohlenwasserstoffen.
Mit den ATEX-zertifizierten Flammensperren FlameSaf 931-B und 933-G von Bormann & Neupert by BS&B bleiben alle Prozesse beim Einsatz von Wasserstoff gegen die Gefahren durch Explosionen und Feuer abgesichert. In vielfältigen Anwendungsszenarien bieten sie Schutz vor der Ausbreitung von Flammenfronten in komplexen Rohrleitungssystemen oder Tankanlagen. Porengrößen und Geometrie sind spezifisch an die deutlich höheren Flammengeschwindigkeiten von Wasserstoff angepasst. Im regulären Betrieb gewährleistet ihre Gestaltung ein bestmögliches Strömungsverhalten.
Die Einbindung erfolgt bei beiden Varianten über Gewindeanschlüsse. Das kleinere Modell 931-B mit Anschlussgrößen von DN6 bis DN15 (0,25 bis 0,5 Zoll) ist mit Sperrelementen und einem Gehäuse in Edelstahl lieferbar. Größere Durchmesser von DN25 bis DN80 (1 bis 3 Zoll) deckt das Modell 933-G ab, Sperrelemente und Gehäuse sind bei ihm neben Edelstahl auch in Hastelloy erhältlich. Alle Materialvarianten verhindern zuverlässig und dauherhaft Materialermüdung durch das Eindringen von Wasserstoffmolekülen – die sogenannte Wasserstoffversprödung. Leckagen sind technisch ausgeschlossen.
Als passive Konstruktion sind sowohl 931-B als auch 933-G äußerst wartungsarm. Alle Ausführungen sind gemäß der relevanten Richtlinien wie ATEX 2014/34/EU und DIN EN ISO 16852:2016 zertifiziert und für nahezu alle möglichen Anwendungen geeignet, in denen entzündliche Atmosphären bis einschließlich Explosionsgruppe IIC bzw. NEC-Gruppe B entstehen können.
(Quelle: Bormann & Neupert by BS&B GmbH/2025)







