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Verleihung des DIN-Ehrenringes an Prof. Dr.-Ing. Klaus Homann

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Autor: Redaktion

Verleihung des DIN-Ehrenringes an Prof. Dr.-Ing. Klaus Homann

Nach dem Maschinenbaustudium in Bochum promovierte Professor Homann in Essen über ein Thema der Strömungslehre. Die erste berufliche Station fand er 1979 bei der Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen AG, einem regionalen Energieversorger für Strom und Gas mit Sitz in Dortmund. Hier avancierte er 1994 zum Prokuristen, und in dieser Zeit verantwortete er auch die VEW-Beteiligungen an Gasversorgern in Ungarn. Nach Eintritt der VEW in den RWE-Konzern war Professor Homann bis 2004 Mitglied des Vorstandes der RWE Gas AG. Zwischen 2002 und 2009 vertrat er zudem in leitender Position bei verschiedenen Gesellschaften die RWE-Interessen in der Tschechischen Republik. Ab 2004 war er Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Transportnetz Gas GmbH, eine Position, die er behielt, als diese 2009 auf die Thyssengas GmbH verschmolzen wurde. Im April 2011 wechselte Professor Homann in den Aufsichtsrat von Thyssengas als dessen Vorsitzender.

Professor Homann ist nicht nur ein international erfahrener Topmanager, sondern er hat auch als anerkannter Experte des Gasfachs eine bedeutende wissenschaftliche und publizistische Tätigkeit entwickelt. Er war federführender Herausgeber der Zeitschrift „gwf Gas/Erdgas“ und ist Autor und Herausgeber von über 30 Publikationen. Seit dem Wintersemester 1997/98 hielt er jedes Jahr die einsemestrige Vorlesung “Erdgasverteilung” am Institut für Erdöl- und Erdgastechnik der TU Clausthal.

Seit 1984 ist er Mitglied im Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V., seit 2014 DVGW-Ehrenmitglied. Im Jahr 2000 wurde er auch Mitglied des DVGW-Vorstands. Dem DVGW-Präsidium gehörte er seit 2002 an und diente dort von 2005 bis 2007 als Präsident, danach bis 2009 als Vizepräsident.

Ähnlich verdienstvoll wurde sein Wirken für den DIN-Normenausschuss Gastechnik empfunden. Von 1997 bis 2002 hat er den Vorsitz in dem europäischen Komitee CEN/TC 234 „Gasversorgung“ geführt und hat in dieser Funktion dafür gesorgt, dass grundlegende Projekte der europäischen Gasversorgung aufgegriffen und abgeschlossen werden konnten.

Von 2005 bis 2011 hatte Professor Homann den Vorsitz im NAGas inne. Dank seinem Ruf als ausgewiesener Fachmann und seiner weitreichenden Vernetzung mit anderen Führungskräften der Branche im In- und Ausland war es ihm möglich, hochrangige Industrievertreter vom Nutzen der Normung zu überzeugen und für die Mitarbeit im Beirat des NAGas zu gewinnen. Als NAGas-Vorsitzender folgte er auf Dr.-Ing. Werner Hauenherm, und auch im DIN-Präsidium wurde er 2006 nach Hauenherms Ausscheiden der Vertreter der Gaswirtschaft.

Im November 2009 wurde Professor Homann zum DIN-Präsidenten gewählt. Wie sein Amtsvorgänger Dietmar Harting ist er zweimal wiedergewählt worden und hat sich damit für die satzungsgemäß maximale Amtszeit von sechs Jahren für DIN und die Interessen der Normung eingesetzt. Wesentliche Neuerungen, die in seine Amtszeit fallen, waren:

    • stringenter formulierte Anforderungen an die Governance
    • Dafür notwendige Änderung der Satzung mit Aufnahme der Innovation als Ziel und der proaktiven Anregung von Normung und Standardisierung
    • Optimierte Ausrichtung von DIN auf künftige Herausforderungen und Zielsetzungen und gleichzeitige deutlichere Definition der Organisationstruktur

    Ein vorrangiges Anliegen von Professor Homann war es, die Zusammenarbeit aller technischen Regelsetzer zu verstärken und die jeweiligen Arbeitsprogramme besser aufeinander abzustimmen. Die im November 2013 geschlossene Vereinbarung zwischen DIN und DVGW stellt eine neue, vorbildliche Form der Zusammenarbeit der beiden Organisationen dar. Ihr Ziel ist es, DVGW-Regeln für die Trinkwasserversorgung in die europäische und internationale Normung einzubringen. Im Rahmen der Vereinbarung wurde ein DIN-DVGW-Gemeinschaftsfachbereich „Trinkwasser“ eingerichtet, dessen Experten die Normungs- und Regelsetzungsarbeit nun unter dem Dach von DIN gemeinsam fortsetzen.

    Auf wichtigen Konferenzen, bei Festveranstaltungen, Mitgliederversammlungen und Ehrungen von verdienten Experten und nicht zuletzt bei Präsidialsitzungen hat Professor Homann nicht nur dank seiner außergewöhnlichen Begabung als Redner und Moderator DIN exzellent repräsentiert, sondern auch durch die hohe Glaubwürdigkeit seines Vortrags der Normung insgesamt große Dienste erwiesen.