Zehn Jahre später ist GWAdriga – gemessen an der installierten Basis von intelligenten Messsystemen – die Nummer 2 auf dem Markt. Zudem ist das Unternehmen der größte unabhängige Umsetzungspartner im Smart-Meter- und Steuerungsrollout.
„Eins war für uns damals klar: Wir wollten so schnell wie möglich mit dem Smart-Meter-Rollout loslegen“, erinnert sich Dr. Michal Sobótka, Geschäftsführer der GWAdriga GmbH & Co. KG. Doch der Start des Rollouts verzögerte sich um mehrere Jahre. Eine Zeit, die GWAdriga nutzte: „In der kritischen Phase haben wir nicht nur gewartet, sondern sind im Austausch mit den Kunden ganz konkrete Praxisprobleme vor Ort angegangen. Das haben wir nicht nur in Konzepten, sondern im Rechenzentrum, in den Fachbereichen, in den Prozessen und manchmal ganz buchstäblich im Keller beim Kunden gemacht“, so Sobótka weiter.
Steuern & Regeln
Beim Thema „Steuern & Regeln“ gehörte GWAdriga mit seinen Kunden zu den Vorreitern. Im Rahmen des Projekts „Virtueller WärmeStromPool” der RheinEnergie, bei dem Nachtspeicherheizungen ins virtuelle Kraftwerk eingebunden und mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt wurden, übernahm GWAdriga schon 2018 erstmals die Abwicklung des CLS-Managements. Auf diesem Weg erwarb das Unternehmen schon früh Erfahrungen mit einem Prozess, der für die Digitalisierung der Energiewende entscheidend ist. Neben weiteren kleineren Pilotprojekten in den folgenden Jahren wurden schließlich im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts CLS.ON, an dem neben den Gesellschafterunternehmen auch die Nürnberger N-ERGIE beteiligt ist, konkrete Umsetzungsoptionen entwickelt. Diese sind inzwischen Grundlage des Steuerungsrollouts bei den GWAdriga-Kunden.
Gestiegene Kundenbasis der GWAdriga
Die Kundenbasis hat sich im Lauf der Jahre stetig verbreitert. Waren 2016 noch ausschließlich die drei Gesellschafterunternehmen mit einem Gesamtvolumen von 480.000 auszurollenden intelligenten Messsystemen unter Vertrag, liegt die aktuelle Zahl bei mehr als 300.000 iMsys im Produktivbetrieb und rund 2 Millionen weiteren im Rollout – bei derzeit 21 Messstellenbetreibern. Dazu kommen nun auch mehrere hunderttausende Steuerboxen, die ebenfalls auszubringen und zu betreiben sind.
„Die Rolle des Messstellenbetreibers hat sich in diesen Jahren grundlegend verändert. Was lange eher ein nachgelagerter Teil des Systems war, rückt mit Digitalisierung und Steuerungsrollout ins Zentrum. Aus dem Verwalter von Zählern wird Schritt für Schritt ein aktiver Ermöglicher von Steuerung, Transparenz und systemdienlicher Flexibilität“, so Dr. Michal Sobótka.







