Kurz vor Beginn der Heizsaison machten sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Stadtwerke-Hanau-Geschäftsführerin Martina Butz sowie die Mainova-Vorstände Dr. Michael Maxelon und Martin Giehl ein Bild vor Ort. Dort produzieren inzwischen im 24-Stunden-Dauerbetrieb drei wasserstofffähige Gasmotoren Fernwärme für knapp 20.000 Haushalte in Hanau und Großkrotzenburg. Gleichzeitig entsteht Strom, der in das lokale Netz eingespeist wird. Zusätzlichen Solarstrom produziert eine 240-Kilowatt-Photovoltaikanlage, deren Module sich auf dem Dach sowie der Süd- und Westfassade des Kraftwerks befinden.
Hintergrund zum GKH
2021 gründeten die Stadtwerke Hanau und Mainova die gemeinsame Gesellschaft Gemeinschaftskraftwerk Hanau GmbH & Co. KG, um das Kraftwerk zu bauen und nach Fertigstellung zu betreiben. Das Herzstück der Anlage bilden drei hochmoderne, wasserstofffähige Gasmotoren, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Die Leistung des Blockheizkraftwerks liegt bei insgesamt 30 MW thermisch und 30 MW elektrisch. Als Generalunternehmer hatte Engie Deutschland den Zuschlag für den Bau des Projekts erhalten. Das GKH arbeitet hocheffizient. Der sogenannte Wirkungsgrad liegt bei über 90 % und wandelt damit den Brennstoff überwiegend in Strom und Wärme um. Zum Vergleich: Bei konventionellen Kraftwerken liegt dieser Wert lediglich zwischen 40 und 60 %. Durch die effiziente Technik und den Umstieg von Kohle auf zunächst Gas, verringert sich der CO2-Ausstoß der Hanauer Fernwärme um 40 %. In Zukunft soll Abwärme aus dem benachbarten Rechenzentrum ins Energiekonzept des GKH eingebunden werden. Dadurch würden sich die CO2-Emissionen weiter verringern. Im letzten Schritt soll – sofern ausreichend verfügbar – grüner Wasserstoff in die Anlage eingebunden werden.
Technische Daten GKH
- 3 BHKW à ca. 10 MW thermische und 10 MW elektrische Leistung
- 2 Heißwasserkessel mit je 8 MW Leistung (als Reserve)
- 2 Pufferspeicher (Druckwärmespeicher), ca. 40 MWth
- 3 Fernwärmepumpen







