Gemeinsam mit den regionalen Akteuren Netzgesellschaft Düsseldorf, Stadtwerke Neuss und Speira hat der Fernleitungsnetzbetreiber eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht. Sie soll bis Ende 2025 untersuchen, welche Trassen sich für eine regionale Anbindung eignen.
Der Wasserstoff-Hochlauf nimmt Fahrt auf – auch abseits der geplanten Kernnetztrassen. Um Industrie, Mittelstand und Energieversorger flächendeckend zu versorgen, braucht es ergänzende Netzerweiterungen, um von den „Wasserstoff-Autobahnen“ des künftigen H2-Kernnetzes zu den Kunden zu gelangen. Genau hier setzt Thyssengas an – und entwickelt mit regionalen Partnern Lösungen für die Anbindung vor Ort. Die aktuelle Machbarkeitsstudie prüft konkrete Anschlussoptionen für die Region Neuss und Düsseldorf-West und schafft so die Grundlage für eine regionale H2-Transportinfrastruktur.
Wasserstoff für die Region Neuss/Düsseldorf-West in drei Schritten geplant
Die Initiative zur Studie ist das Ergebnis eines gemeinsamen Engagements von Thyssengas, der Netzgesellschaft Düsseldorf, den Stadtwerken Neuss sowie dem Aluminiumrecycling- und -walzunternehmen Speira.
Im Rahmen der Studie wird ein dreiteiliges Ausbaukonzept geprüft: Ausgangspunkt ist die Anbindung an eine bestehende Erdgasleitung, welche im Rahmen des von der Bundesnetzagentur genehmigten H2-Kernnetzes auf Wasserstoff umgestellt wird. Daran anschließend soll ein kurzes Teilstück einer weiteren Thyssengas-Erdgasleitung für den Transport von Wasserstoff umgerüstet werden. Im finalen Schritt soll dieses Netzsystem durch einen gezielten Neubau ergänzt werden, um industrielle Abnehmer direkt anzuschließen und eine Netzkopplung mit den Verteilnetzbetreibern herzustellen.
Jetzt mitwirken: Bedarf melden
Damit die Region Neuss/Düsseldorf-West in künftigen Ausbaustufen der Wasserstoff-Transportinfrastruktur berücksichtigt werden kann, ist jetzt die Mitwirkung der Industrie gefragt.
Wer künftig Wasserstoff nutzen will, sollte seinen Bedarf jetzt benennen und den Dialog mit den Netzbetreibern suchen. Nur wenn die Bedarfe frühzeitig bekannt und hinreichend konkret sind, kann die Wasserstoff-Ferngasleitung auch bedarfsgerecht im Rahmen des Netzentwicklungsplans berücksichtigt und umgesetzt werden.
Mit der Studie schafft Thyssengas die Grundlage für eine mögliche Wasserstoffversorgung im Rheinland – und setzt damit einen weiteren Baustein für eine flächendeckende Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen.







