Generic filters
FS Logoi

Thyssengas prüft mit Partnern Netzerweiterung für künftige H2-Versorgung

Der Dortmunder Fernleitungsnetzbetreiber Thyssengas prüft eine Netzerweiterung im Raum Neuss/Düsseldorf-West, um künftig potenzielle Wasserstoffabnehmer anzubinden.

von | 30.07.25

Thyssengas prüft eine Netzerweiterung im Raum Neuss/Düsseldorf-West, um künftig potenzielle Wasserstoffabnehmer anzubinden.

Gemeinsam mit den regionalen Akteuren Netzgesellschaft Düsseldorf, Stadtwerke Neuss und Speira hat der Fernleitungsnetzbetreiber eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht. Sie soll bis Ende 2025 untersuchen, welche Trassen sich für eine regionale Anbindung eignen.

Der Wasserstoff-Hochlauf nimmt Fahrt auf – auch abseits der geplanten Kernnetztrassen. Um Industrie, Mittelstand und Energieversorger flächendeckend zu versorgen, braucht es ergänzende Netzerweiterungen, um von den „Wasserstoff-Autobahnen“ des künftigen H2-Kernnetzes zu den Kunden zu gelangen. Genau hier setzt Thyssengas an – und entwickelt mit regionalen Partnern Lösungen für die Anbindung vor Ort. Die aktuelle Machbarkeitsstudie prüft konkrete Anschlussoptionen für die Region Neuss und Düsseldorf-West und schafft so die Grundlage für eine regionale H2-Transportinfrastruktur.

Wasserstoff für die Region Neuss/Düsseldorf-West in drei Schritten geplant

Die Initiative zur Studie ist das Ergebnis eines gemeinsamen Engagements von Thyssengas, der Netzgesellschaft Düsseldorf, den Stadtwerken Neuss sowie dem Aluminiumrecycling- und -walzunternehmen Speira.
Im Rahmen der Studie wird ein dreiteiliges Ausbaukonzept geprüft: Ausgangspunkt ist die Anbindung an eine bestehende Erdgasleitung, welche im Rahmen des von der Bundesnetzagentur genehmigten H2-Kernnetzes auf Wasserstoff umgestellt wird. Daran anschließend soll ein kurzes Teilstück einer weiteren Thyssengas-Erdgasleitung für den Transport von Wasserstoff umgerüstet werden. Im finalen Schritt soll dieses Netzsystem durch einen gezielten Neubau ergänzt werden, um industrielle Abnehmer direkt anzuschließen und eine Netzkopplung mit den Verteilnetzbetreibern herzustellen.

Jetzt mitwirken: Bedarf melden

Damit die Region Neuss/Düsseldorf-West in künftigen Ausbaustufen der Wasserstoff-Transportinfrastruktur berücksichtigt werden kann, ist jetzt die Mitwirkung der Industrie gefragt.
Wer künftig Wasserstoff nutzen will, sollte seinen Bedarf jetzt benennen und den Dialog mit den Netzbetreibern suchen. Nur wenn die Bedarfe frühzeitig bekannt und hinreichend konkret sind, kann die Wasserstoff-Ferngasleitung auch bedarfsgerecht im Rahmen des Netzentwicklungsplans berücksichtigt und umgesetzt werden.
Mit der Studie schafft Thyssengas die Grundlage für eine mögliche Wasserstoffversorgung im Rheinland – und setzt damit einen weiteren Baustein für eine flächendeckende Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen.

 

 

(Quelle: Thyssengas/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer das neuste in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Übertragungs- und Transportnetznetzbetreiber starten gemeinsame Marktabfrage über Infrastrukturbedarfe für Strom und Wasserstoff
Übertragungs- und Transportnetznetzbetreiber starten gemeinsame Marktabfrage über Infrastrukturbedarfe für Strom und Wasserstoff

In Vorbereitung auf die Erstellung der Szenariorahmen der Netzentwicklungspläne Strom sowie Gas und Wasserstoff 2027 führen die Strom-Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), die Gas-Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) und die Wasserstofftransportnetzbetreiber (WTNB) vom 3. Februar 2026 bis zum 13. März 2026 gemeinsam eine Marktabfrage über die Infrastrukturbedarfe für Strom und Wasserstoff bei bestehenden und potenziellen Kunden durch.

mehr lesen
32. Tagung Leitungsbau: Netzausbau jetzt beschleunigen
32. Tagung Leitungsbau: Netzausbau jetzt beschleunigen

Die Energiewende in Deutschland kommt nur schleppend voran, der Netzausbau hinkt den Zielen deutlich hinterher. Die 32. Tagung Leitungsbau, zu der rbv und HDB am 20. und 21. Januar nach Berlin eingeladen hatten, sendet ein klares Signal: Das nötige Know-how und die erforderlichen Kapazitäten sind vorhanden. Was fehlt, sind klare politische Entscheidungen und verlässliche Rahmenbedingungen. Wer die Energiewende will, muss den Netzausbau ermöglichen.

mehr lesen
ETW Energietechnik erhält Zuschlag für Biomethananlage
ETW Energietechnik erhält Zuschlag für Biomethananlage

Mit der Biomethananlage der ETW Energietechnik GmbH aus Moers gehen die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) einen entscheidenden Schritt in Richtung Umweltschutz und Klimaneutralität. Die Komplettanbieter von Biomethananlagen und Blockheizkraftwerken (BHKW) erhalten den Zuschlag für eine Anlage, die künftig bis zu 700 Nm³/h Deponiegas in Biomethan aufbereiten wird.

mehr lesen
Stapel Probeabo Gas

Sie möchten unser Magazin testen?

Bestellen Sie das kostenlose Probeheft!

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Gas + Energie kostenlos und unverbindlich zur Probe!