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STORAG ETZEL und EnBW vereinbaren nächsten Schritt für die großtechnische Speicherung von Wasserstoff am Standort Etzel

Der unabhängige Anbieter von Kavernenspeichern, die STORAG ETZEL GmbH, und die EnBW-Tochtergesellschaft EnBW Etzel Speicher GmbH haben kürzlich einen Vertrag über den Bau und Betrieb von neuen Wasserstoff (H2) -Kavernenspeichern am Standort Etzel vertraglich abgesichert.

von | 10.02.25

Der unabhängige Anbieter von Kavernenspeichern, die STORAG ETZEL GmbH, und die EnBW-Tochtergesellschaft EnBW Etzel Speicher GmbH haben kürzlich einen Vertrag über den Bau und Betrieb von neuen Wasserstoff (H2) -Kavernenspeichern am Standort Etzel vertraglich abgesichert.

Die Vereinbarung sieht vor, großvolumige Wasserstoffspeicherkapazitäten in mehreren Neubaukavernen untertage von über einer Million Kubikmetern geometrischem Volumen zu entwickeln und langfristig betreiben zu können.

Die EnBW-Tochtergesellschaft würde außerdem die Errichtung einer neuen Obertageanlage für Wasserstoff auf den Flächen der STORAG ETZEL vorsehen.

Die EnBW Etzel Speicher GmbH stellt damit die Weichen, um ihr Engagement am Standort Etzel zu erweitern, sie ist bereits langjähriger Partner von STORAG ETZEL und Betreiber einer Obertageanlage für Erdgaskavernen auf der Kavernenanlage Etzel.

Der H2-Speicherstandort Etzel wäre eine wichtige Stärkung der H2-Infrastruktur für die Wasserstoffversorgung aus dem Nordsee-Benelux-Korridor für den Südwesten Deutschlands. “Für eine finale Investitionsentscheidung sind nun noch ein regulatorischer und gesetzlicher Rahmen nötig, der das Geschäftsmodell „Wasserstoffspeicher“ ermöglicht. Insbesondere die Absicherung der anfänglichen hohen Investitionen über die lange Betriebslaufzeit kann aktuell und absehbar am Markt noch nicht realisiert werden”, sagt Peter Bux, Geschäftsführer der EnBW Etzel Speicher GmbH. Die EnBW verweist hierbei auf die anstehende Ausgestaltung des Markt- und Investitionsumfeldes durch Politik und Regulierungsbehörde, die dies berücksichtigen müsse.

“Der Standort Etzel nimmt eine wichtige Rolle beim H2-Markthochlauf in Nordwesteuropa ein. Zusammen mit unseren Standortpartnern arbeiten wir kontinuierlich daran, die Kavernenanlage Etzel bis 2027 „H2-ready“ zu machen”, so Boris Richter, Geschäftsführer der STORAG ETZEL GmbH.

Dies beinhaltet perspektivisch sowohl den Bau von neuen Kavernen wie auch die Umrüstung von bestehenden Öl- oder Gaskavernen auf Wasserstoffspeicherung. Die Kavernenanlage Etzel umfasst derzeit 75 Kavernen für die Öl- und Gasspeicherung. Es besteht ein Ausbaupotenzial von 24 Kavernen, wovon einige bereits teilentwickelt sind. Zwei Kavernen davon sind bereits im Testbetrieb für die Wasserstoffspeicherung. Eine typische Kaverne in Etzel kann aufgrund der sehr guten Geologie vor Ort ein geometrisches Hohlraumvolumen von bis zu 800.000 m³ haben. Dies entspricht einer Wasserstoffkapazität von 200-250 GWh H2 je Kaverne.

Wasserstoff kann im zukünftigen Energiesystem eine zentrale Rolle spielen, insbesondere um die Industrie nachhaltiger zu gestalten. Für einen gut funktionierenden Wasserstoffmarkt ist dafür eine entsprechend angelegte Wasserstoffspeicherung von entscheidender Bedeutung. STORAG ETZEL und EnBW wollen einen Beitrag zu dieser wichtigen Entwicklung leisten.

Das Kavernenfeld in Etzel kann ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Wasserstoff-Energiewirtschaft werden, um den Energiebedarf eines klimaneutralen Deutschlands zu decken.

 

 

(Quelle: Storag Etzel/EnBW Etzel Speicher /2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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