Im Rahmen der Vereinbarung wird SEFE jährlich eine Million Tonnen Flüssigerdgas auf FOB-Basis (Free-on-Board) beziehen. Die Lieferungen sollen Anfang der 2030er Jahre beginnen und über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren erfolgen.
Unterzeichnet wurde die Vereinbarung in der kanadischen Botschaft in Berlin im Beisein der Botschafterin, Vera Alexander, sowie des Leiters der Abteilung „Sicherheit, Gas und Wasserstoff, Beteiligungen“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Bernhard Kluttig. Sie steht unter dem Vorbehalt der Finalisierung eines endgültigen Kaufvertrags. Im Falle eines erfolgreichen Vertragsabschlusses wäre dies die erste Partnerschaft von SEFE mit einem kanadischen Flüssigerdgas-Lieferanten.
Ksi Lisims LNG mit Hauptsitz in Vancouver, British Columbia, ist eine in Kanada ansässige Unternehmenskooperation. Beteiligt sind Western LNG als leitender Entwickler und zukünftiger Betreiber, Rockies LNG Partners, ein Konsortium führender kanadischer Erdgasproduzenten, sowie die Nisga’a Nation, die Selbstverwaltung der lokalen indigenen Bevölkerung und Eigentümerin des Projektstandorts. Das von Ksi Lisims LNG entwickelte Projekt umfasst zwei schwimmende Flüssigerdgas-Anlagen vor der Nordwestküste British Columbias mit einer Produktionskapazität von jeweils sechs Millionen Tonnen sowie die 750 km lange Prince Rupert Gas Transmission (PRGT)-Pipeline, die die Gasvorkommen in Westkanada mit dem Standort verbindet.
Die Verflüssigungsanlagen werden vollständig elektrisch betrieben und mit erneuerbarer Wasserkraft versorgt. Dadurch dürften die Anlagen von Ksi Lisims LNG zu den emissionsärmsten ihrer Art weltweit zählen. Gleichzeitig trägt die strategische Lage am Pazifik dazu bei, die Abhängigkeit von Engstellen in wichtigen Schifffahrtsrouten und die Exponierung gegenüber Konfliktregionen zu reduzieren. Ksi Lisims LNG stellt somit eine sichere und vergleichsweise CO₂-arme Quelle für kanadisches Flüssigerdgas dar.







