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eFarm: Erste öffentliche grüne Wasserstofftankstelle geht in Betrieb

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Autor: Redaktion

eFarm: Erste öffentliche grüne Wasserstofftankstelle geht in Betrieb
Nordfrieslands Kreispräsident Manfred Uekermann, Bundestagsabgeordnete Gyde Jensen, eFarming-Geschäftsführer André Steinau, Bundestagsabgeordnete Astrid Damerow und Niebülls Bürgervorsteher Uwe Christiansen (v.l.n.r.) vor der eFarm-Tankstelle im nordfriesischen Niebüll Foto: GP Joule GmbH/Lars Franzen

Die Wasserstofftankstelle im nordfriesischen Niebüll hat offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Der Wasserstoff wird regional und klimaneutral produziert und für private PKW, LKW und den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung gestellt. Das ist bisher in Deutschland einmalig.

Zwei mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenbusse sind bereits seit Mai im Linienverkehr in Nordfriesland im Einsatz. Eine zweite Wasserstofftankstelle in Husum ist im Probebetrieb und wird am 13. September für die Öffentlichkeit freigegeben. Tankstellen und Busse sind Teil des Verbundprojekts eFarm, an dem insgesamt 20 Gesellschafter aus dem Norden beteiligt sind. Die Energie für die Wasserstofferzeugung stammt aus Windparks im Norden Schleswig-Holsteins. Direkt vor Ort erzeugen Elektrolyseure mit dem Windstrom klimaneutralen Wasserstoff. Dieser wird an den beiden öffentlichen Tankstellen in Niebüll und Husum verkauft. Die lokale Verknüpfung von Erzeugung und Verbrauch sowie die Kopplung der Sektoren Strom, Mobilität und Wärme sind die Grundgedanken von eFarm.

Das Wasserstoff-Verbundprojekt eFarm ist derzeit das größte grüne Wasserstoffmobilitätsprojekt Deutschlands. Es erhielt im September 2020 den German Renewables Award, da es regionale erneuerbare Energieerzeugung und lokalen Verbrauch verbindet. Diese Auszeichnung verleiht das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg für herausragende Innovationen und persönliches Engagement für die Erneuerbaren Energien. Das Projekt eFarm wurde 2017 von GP Joule initiiert. 20 regionale Gesellschafter engagieren sich darin, darunter Bürgerwind- und Solarparks sowie Stadtwerke. Wichtig ist den Akteuren, dass der wertvolle Windstrom effizient eingesetzt wird: Bei der Elektrolyse kann grundsätzlich nur ein Teil der Energie in Wasserstoff umgewandelt werden, der Rest wird zu Wärme. Diese geht im eFarm-Projekt jedoch nicht verloren, sondern dient zum Heizen von Gebäuden. Insgesamt werden so 95 Prozent der in Form von Windstrom eingesetzten Energie genutzt. Gefördert wurde eFarm unter anderem vom Bundesverkehrsministerium mit 8,8 Mio. €.

(Quelle: GP Joule/20219