Generic filters
FS Logoi

HYTING senkt Heizkosten mit Wasserstoff-Hybridsystem

HYTING hat die zweite Kundeninstallation seines katalytischen Wasserstoff-Luftheizsystems erfolgreich in Betrieb genommen – diesmal mit zwei Einheiten, die zusammen eine Heizleistung von 80 kW (2 x 40 kW) erbringen

von | 01.04.26

HYTING AirSYS Combi Units Foto: Hyting

Das Wasserstoff-Heiztechnologie-Unternehmen HYTING hat seine zweite Kundeninstallation in Betrieb genommen: Zwei Warmlufteinheiten mit einer kombinierten Heizleistung von 80 kW (2 x 40 kW) versorgen eine Produktionsstätte in Markkleeberg (Sachsen). Dies stellt einen bedeutenden Schritt im kommerziellen Rollout des Unternehmens dar – mit einer achtmal höheren Heizleistung als bei HYTINGs erster Installation. Zugleich markiert es die Erstinstallation der 50-kW-Wärmeerzeuger-Plattform von HYTING, die über ein 10:1-Modulationsverhältnis für eine kontinuierlich modulierte Wärmeabgabe verfügt.

Die Produktionsstätte in Markkleeberg wird von zwei Unternehmen gemeinsam genutzt: BURO GmbH, das dort Blechbauteile auf Laserschneid- und Stanzanlagen fertigt, sowie Südmetall Schließsysteme GmbH, das elektronische Schließsysteme montiert. Jede der beiden HYTING-Warmlufteinheiten versorgt einen dieser Produktionsbereiche und ermöglicht so eine bedarfsgerechte Wärmeverteilung im gesamten Gebäude.

Das System wird in einer Hybridkonfiguration gemeinsam mit einer Wärmepumpe betrieben. Die Wärmepumpe übernimmt die Grundlast, während die HYTING-Einheiten bei hohem Wärmebedarf oder niedrigen Außentemperaturen die Spitzenlasten abdecken. Diese Strategie reduziert die elektrische Anschlussleistung und die Leistungspreise erheblich – in diesem Fall um 70 % – und ermöglicht eine kleinere Dimensionierung der Wärmepumpe, was sowohl die Investitionskosten als auch die Betriebskosten senkt, da die Wärmepumpe dauerhaft in ihrem optimalen Betriebspunkt läuft. So können Kunden ihre Betriebskosten vom ersten Tag an senken und innerhalb von rund drei Jahren eine Amortisation erzielen.

In der ersten Phase der Installation wird Wasserstoff von einem nahegelegenen Lieferanten bezogen. Ein weiterer Meilenstein ist jedoch für später in diesem Jahr geplant: BUROs Tochtergesellschaft H2greenPlanet GmbH – die Elektrolyseure zur Erzeugung von grünem Wasserstoff entwickelt und herstellt – beabsichtigt, einen Elektrolyseur vor Ort zu installieren. Damit wäre der Standort eines der ersten gewerblichen Gebäude, das seinen eigenen grünen Wasserstoff für die Wärmeversorgung erzeugt und nutzt – zu angestrebten Produktionskosten von 4–6 €/kg.

Marktreife Technologie

Die Installation in Markkleeberg folgt auf einen weiteren Meilenstein für HYTING: Der 50-kW-Wärmeerzeuger hat die Zertifizierung gemäß Gasgeräteverordnung (GAR) erhalten. Die GAR-Zertifizierung ist vorgeschrieben und muss von einem unabhängigen, akkreditierten Prüflabor ausgestellt werden. HYTING hat sich erneut für Kiwa entschieden, um die strenge Bewertung und anschließende Zulassung seiner Technologie durchzuführen. Kiwa gehört zu den ältesten Prüfhäusern der Branche, verfügt über ein weltweites Labornetzwerk und hat bereits die GAR-Zertifizierung des 10-kW-Wärmeerzeugers durchgeführt.

Zusätzlich hat HYTING die außergewöhnliche Zuverlässigkeit seiner Technologie durch den erfolgreichen Abschluss eines 2.500-Stunden-Dauerlauftests bei einem der weltweit führenden Engineering-Dienstleister unter Beweis gestellt. Der Test simulierte die thermische Belastung von zehn Jahren Normalbetrieb und wurde ohne Ausfälle oder Verschleiß an sicherheitskritischen Komponenten abgeschlossen. Dies verdeutlicht eindrucksvoll, wie effektiv die HYTING-Technologie bestehende fossil betriebene Heizsysteme ablösen kann.
Die Technologie von HYTING basiert auf einem proprietären flammenlosen katalytischen Verfahren, bei dem Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft reagiert und dabei Wärme freisetzt. Es entstehen keine CO2-, NOx- oder Feinstaubemissionen – das einzige Nebenprodukt ist Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit. Das Verfahren arbeitet zu keinem Zeitpunkt mit brennbaren Wasserstoffkonzentrationen und ist daher inhärent sicher. Dank des kompakten, modularen Designs können mehrere Einheiten kombiniert werden, um höhere Heizleistungen zu erzielen; das System eignet sich sowohl für Neubauten als auch für die Nachrüstung.

 

 

(Quelle: Hyting/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer das neuste in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

MB Energy kann Importterminal für Ammoniak in Hamburg bauen
MB Energy kann Importterminal für Ammoniak in Hamburg bauen

MB Energy hat von der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) die Genehmigung für den Bau und Betrieb eines neuen Ammoniak-Importterminals erhalten. Vorbehaltlich der finalen Investitionsentscheidung soll die Anlage auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand im Hamburger Hafen entstehen. Das geplante Terminal soll Deutschlands erster groß angelegter Ammoniak-Import-Hub werden und eine zentrale Rolle bei der Sicherung der zukünftigen Energieversorgung sowie der laufenden Transformation der Wirtschaft spielen.

mehr lesen
INES startet MAHS 2026
INES startet MAHS 2026

Mit dem Start der MAHS 2026 erhebt INES erneut den konkreten Bedarf an Wasserstoffspeicherkapazitäten in Deutschland. Unternehmen können ihre Anforderungen direkt einbringen und damit aktiv zur Entwicklung eines bedarfsgerechten und wettbewerblichen Wasserstoffspeichermarktes beitragen. Die Ergebnisse liefern eine zentrale Grundlage für Investitionsentscheidungen und die Ausgestaltung des Markt- und Regulierungsrahmens.

mehr lesen
Interview mit Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, TU Bergakademie Freiberg und Cornelia Müller-Pagel, Grüne Gase bei der VNG AG
Interview mit Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, TU Bergakademie Freiberg und Cornelia Müller-Pagel, Grüne Gase bei der VNG AG

Im Gespräch erläutern Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, Geschäftsführer der DBI-Gruppe im Ressort Wissenschaft & Bildung sowie Professor
an der TU Bergakademie Freiberg, zusammen mit Cornelia Müller-Pagel, Sprecherin des Konsortiums Energiepark Bad Lauchstädt
und Leiterin Grüne Gase bei der VNG AG, warum das Projekt weit mehr ist als ein Demonstrator – und welche Lehren sich daraus für
den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft ziehen lassen.

mehr lesen
Fokus: Wasserstoff & Sektorenkopplung
Fokus: Wasserstoff & Sektorenkopplung

Passend zum Schwerpunktthema “Wasserstoff & Sektorenkopplung” der gwf Gas + Energie, Ausgabe 4/26, präsentieren Unternehmen in einem Sonderteil neue Entwicklungen, praktische Lösungen und aktuelle Techniken anhand von Kurzbeiträgen.

mehr lesen
Gold für Zeppelin Power Systems im EcoVadis Sustainability Rating
Gold für Zeppelin Power Systems im EcoVadis Sustainability Rating

Nachdem das Unternehmen vergangenes Jahr noch Platin erhalten hatte, folgt in diesem Jahr wieder Gold. Dabei hat sich Zeppelin Power Systems deutlich verbessert. Im Bereich nachhaltige Beschaffung konnte sich das Unternehmen um vier Punkte – von 75 auf 79 Punkte – steigern. Mit einer Gesamtwertung von 84 Punkten gehört das Unternehmen zu den besten 2 Prozent der von EcoVadis in dieser Branche bewerteten Unternehmen.

mehr lesen
Stapel Probeabo Gas

Sie möchten unser Magazin testen?

Bestellen Sie das kostenlose Probeheft!

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die gwf Gas + Energie kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Datenschutz
gwf-gas.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
gwf-gas.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: