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Hydrogenious LOHC Technologies vergibt FEED- und EPCM-Auftrag für Wasserstofffreisetzungsanlage

Hydrogenious LOHC Technologies hat mit der Griesemann Gruppe einen Vertrag für das Front End Engineering und Design (FEED) sowie für die sich anschließende EPCM-Phase (Engineering, Procurement and Construction Management) für das Projekt „Green Hydrogen @ Blue Danube” unterzeichnet.

von | 28.10.25

Unterzeichnung des FEED/EPCM-Vertrags zwischen Hydrogenious LOHC und der Griesemann Gruppe. (v.l.n.r.:) Dr. Stefan Bürkle, COO Hydrogenious LOHC Technologies, und Uwe Gaudig, Geschäftsführer der Griesemann Gruppe © Jens Müller | Wasserstoffhaltiger LOHC

Dieser umfasst Planung und Bau der weltweit größten LOHC-Dehydrierungsanlage (Release Plant) auf dem Gelände der Bayernoil-Raffinerie in Vohburg an der Donau mit einer Freisetzungskapazität von bis zu fünf Tonnen RFNBO-zertifiziertem Wasserstoff aus LOHC pro Tag. Das entspricht 1.800 t grünem Wasserstoff pro Jahr, der in der Raffinerie den aus Erdgas gewonnenen grauen Wasserstoff ersetzen und damit bis zu 16.000 t CO2 pro Jahr einsparen kann. Ein weiterer potenzieller Ausbau der Dehydrierungsanlage kann zukünftig darüber hinaus auch zur Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit der ansässigen Industrie in der Donauregion beitragen.

Der Abschluss der FEED-Phase im zweiten Halbjahr 2026 ist ein wichtiger Meilenstein für die FID (Final Investment Decision), die finale Investitionsentscheidung für das Projekt „Green Hydrogen @ Blue Danube”. Nach einer positiven FID geht es in die konkrete Bau- und Montagephase vor Ort. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2028 geplant.

Erste LOHC-Lieferkette zur Sicherung der Wasserstoffversorgung in Bayern

Hydrogenious LOHC’s Projekt „Hector” demonstriert mit einer Hydrieranlage (Storage Plant) im Chempark Dormagen die großskalige Speicherung von RFNBO-zertifiziertem Wasserstoff in LOHC. „Green Hydrogen @ Blue Danube” schafft dazu nun mit der Wasserstofffreisetzungsanlage die passende Infrastruktur auf der Seite der Abnehmer.

Gemeinsam bilden die beiden Projekte den „LOHC Link“ – eine nachhaltige Wasserstoff-Wertschöpfungskette, welche die Einspeicherung in LOHC, den sicheren Transport sowie die Freisetzung und Bereitstellung von RFNBO-Wasserstoff an industrielle Abnehmer abbildet.

Projekt von gemeinsamem europäischem Interesse

Das Projekt „Green Hydrogen @ Blue Danube“ wurde von der Europäischen Kommission als “Important Project of Common European Interest” (IPCEI) anerkannt und erhält Fördermittel von der deutschen Bundesregierung und der bayerischen Staatsregierung.

Die Anlage basiert auf der Liquid Organic Hydrogen Carrier (LOHC)-Technologie von Hydrogenious. Dabei wird das Thermalöl Benzyltoluol (LOHC-BT) als Trägermaterial genutzt, um Wasserstoff sicher, effizient und flexibel zu speichern. Für den Transport kommen etablierte Lösungen zum Einsatz, wie sie bisher bereits für konventionelle Mineralölprodukte genutzt werden. Im Rahmen des „LOHC Link“ wird der Wasserstoff bei Umgebungsbedingungen mittels TKW transportiert.

Um die technische Definition des Projekts zur Investitionsreife zu führen, hat Hydrogenious die Griesemann Gruppe in einem Ausschreibungsverfahren als Engineering-Partner für die FEED-Phase ausgewählt. Gepaart mit der Erfahrung der Griesemann Gruppe in der Projektrealisierung komplexer prozesstechnischer Anlagen, setzt Hydrogenious über den Abschluss der FEED-Phase hinaus auf die Griesemann Gruppe als Partner für Bau und Montage der ersten großskaligen LOHC Release Plant.

Mit über 1.750 Mitarbeitern an mehr als 40 Standorten in Deutschland, Österreich und den Niederlanden ist die Griesemann Gruppe ein führender Engineering-Partner und Anlagenbauer der Prozessindustrie. Das Familienunternehmen ist seit über 45 Jahren auf die Planung, den Bau und die Wartung von Industrieanlagen spezialisiert und verfügt über fundiertes Fachwissen in der Verfahrenstechnik und bei komplexen Infrastrukturprojekten.

 

(Quelle: Hydrogenious/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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