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GVG Rhein-Erft startet Wasserstoffeinspeisung ins Erdgasnetz

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Autor: Elisabeth Terplan

GVG Rhein-Erft startet Wasserstoffeinspeisung ins Erdgasnetz
(vlnr) Karsten Thielmann, Geschäftsführer Rheinische NETZGesellschaft mbH; Carolin Weitzel, Bürgermeisterin Erftstadt; Phillip Erdle, Geschäftsführer GVG Rhein-Erft

In Niederberg, Borr und dem Gewerbegebiet von Friesheim wird erstmals in der RegionWasserstoff (H2) zur Wärmeversorgung von Privathaushalten eingesetzt. Im Rahmen des Projekts „H2-MiX“ speist die GVG Rhein-Erft ab Oktober 2022 bis zu 20 Volumenprozent (Vol.-%) Wasserstoff in das L-Gasnetz der drei Erftstädter Stadtteile ein. Die Einspeiseanlage ist am Mittwoch, 31. August, im Beisein zahlreicher Bürger*innen im Gewerbegebiet Friesheim durch die Erftstädter Bürgermeisterin Carolin Weitzel, RNG-Geschäftsführer Karsten Thielmann und GVG-Geschäftsführer Phillip Erdle offiziell in Betrieb genommen worden. Das Anfang letzten Jahres von der GVG Rhein-Erft (GVG) und der Rheinischen NETZGesellschaft mbH (RNG) gestartete Kooperationsprojekt H2-MiX geht damit in die nächste Phase. Dienstleistend unterstützt werden die beiden Unternehmen von dem unabhängigen Prüfdienstleister TÜV Rheinland Energy GmbH.

Wasserstoffbeimischung erfolgt schrittweise

Mit der Inbetriebnahme werden in der ersten Stufe 10 Volumenprozent Wasserstoff dem Erdgasnetz beigemischt. Planmäßig nach vier Wochen soll dann die Beimischung schrittweise auf 15 Volumenprozent und anschließend auf maximal 20 Volumenprozent gesteigert werden. „Im Vorfeld wurden alle Gasverbrauchseinrichtungen im Testgebiet mit einem Prüfgas beaufschlagt, welches einen Anteil von 23 Volumenprozent Wasserstoff enthält. Dadurch haben wir die Eignung jedes einzelnen Gasgerätes im Projektgebiet sichergestellt“, erklärt der Projektleiter Herr Michael Thys (GVG). „Im weiteren Verlauf des Projektes werden an ausgewählten Referenzgeräten Stichprobenmessungen durchgeführt, um die Verbrennungsgüte der Geräte direkt vor Ort zu beurteilen, je nach beigemischtem Wasserstoffanteil. Zudem sind bei ausgewählten Haushalten spezielle Messgeräte des Schweizer Unternehmens MEMS AG verbaut worden, über welche der Wasserstoffgehalt des Gasgemischs vor Ort beim Endkunden kontinuierlich überwacht werden kann.“ ergänzt Felix Künkel, stellvertretender Projektleiter (RNG).

Für die rund 100 Erdgaskund*innen in Niederberg, Borr und dem Gewerbegebiet Friesheim ändert sich während der Einspeisephase nichts.

Niederberg, Borr und das Gewerbegebiet Friesheim sind aufgrund der erst im Jahr 2007 verbauten Netzstruktur besonders für das Projekt geeignet. Das rund neun Kilometer lange, moderne Netz bestehend aus Hausanschluss- und Verteilleitungen, lässt sich problemlos überwachen.

Hintergrund-Informationen zu dem Projekt H2-MiX:

Hinter „H2-MiX“ stehen federführend die Kooperationspartner GVG Rhein-Erft als regionaler Energieversorger, die Rheinische NETZGesellschaft als regionaler Verteilnetzbetreiber sowie der dienstleistend tätige TÜV. Im ersten Projektabschnitt wurden in Zusammenarbeit mit dem TÜV und den Gasgeräteherstellern alle bei den Kunden verbauten Gasgeräte erfasst und auf Eignung für den Wasserstoffbetrieb untersucht – ebenfalls auch alle Bauteile im gesamten Netzabschnitt. Parallel zu den Überprüfungen der verbauten Technik liefen die technischen Planungen und der Aufbau der Wasserstoff-Einspeiseanlage.

(Quelle: GVG Rhein Erft/2022)