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Grüner Wasserstoff aus Windenergie: Elektrolyseur in Haurup nimmt die Produktion auf

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Autor: Elisabeth Terplan

Grüner Wasserstoff aus Windenergie: Elektrolyseur in Haurup nimmt die Produktion auf
Foto: © Andreas Oetker-Kast

Mit dem Produktionsstart des Windgas-Elektrolyseurs von “Energie des Nordens” am Standort Haurup macht der Ausbau der Wasserstoff-Produktion in Schleswig-Holstein weitere Fortschritte: Windstrom wird dort jetzt in erneuerbaren Wasserstoff umgewandelt und kann in Form grüner Moleküle ins Gasnetz eingespeist werden.

Schon vor dem Produktionsstart hatte der moderne Elektrolyseur vom Typ ME 450/1400 des Herstellers H-TEC SYSTEMS erfolgreich an einem Feldtest im Rahmen des Forschungsverbundes NEW 4.0 teilgenommen. Dabei hatte die Anlage mit einer Nennleistung von einem Megawatt gezeigt, dass sie punktgenau auf Steuersignale des Netzbetreibers reagieren und so die Abregelung von Windkraftanlagen vermindern kann.

Der regenerativ erzeugte Wasserstoff wird mit einem Anteil von bis zu zwei Volumenprozent ins bestehende Ferngasleitungsnetz eingespeist. Die deutsch-dänische Gasleitung “Deudan” verläuft vom Grenzort Ellund bis nach Quarnstedt nördlich von Hamburg. Für die Netzeinspeisung der Anlage in Haurup haben die Deudan-Anteilseigner Gasunie und Open Grid Europe eigens zwei neue Anschlussleitungen von je 75 m Länge verlegt. Hinzu kommt eine Wasserstoffeinspeiseanlage mit aufwändiger Mess- und Regeltechnik sowie Verdichtereinheiten, die den Wasserstoff auf das Druckniveau der Transportleitung anheben.

Hintergrund: Windgas Haurup ist ein Projekt der Energie des Nordens GmbH & Co. KG. Dieser Zusammenschluss von 70 Erneuerbaren-Unternehmen betreibt den von H-TEC SYSTEMS entwickelten und gefertigten PEM-Elektrolyseur im schleswig-holsteinischen Haurup. Die jährliche Produktionsmenge von drei Millionen kWh Wasserstoff nimmt die Hamburger Energiegenossenschaft Greenpeace Energy für ihre rund 30.000 proWindgas-Kund*innen ab. Windgas Haurup ist Teil des Programms “Norddeutsche EnergieWende 4.0” (NEW 4.0), das Technologien mit besonderem Energiewende-Nutzen in der Praxis erprobt. Das Ziel ist es, Hamburg und Schleswig-Holstein bis 2035 vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen. An der Projektumsetzung beteiligt sind zudem die für die Gaseinspeisung zuständigen Gasnetzbetreiber Gasunie und Open Grid Europe.

 

(Quelle: Energie des Nordens)