In dieser Woche unterzeichneten die Unternehmen ein Joint Development Agreement (eine Vorstufe des späteren Netzkopplungsvertrags) und legten damit den Grundstein für die gemeinsame Realisierung dieser Infrastruktur. Das Leitungssystem wird größtenteils bestehende Erdgasleitungen umfassen, die für den Transport auf Wasserstoff umgerüstet werden.
Über die Grenzpunkte in Oude Statenzijl (Groningen) und Vlieghuis (Drenthe) soll eine zentrale strategische Achse entstehen, die niederländische Industriegebiete, Importwege über niederländische Häfen sowie Speicher- und Produktionsanlagen direkt mit Industriegebieten in Deutschland – vor allem im Ruhrgebiet und Rheinland – und den Märkten in Nordwesteuropa verbindet. Über das Leitungssystem soll dann der erste grenzüberschreitende Wasserstofftransport zwischen Deutschland und den Niederlanden erfolgen und erste Startkunden versorgen.
Thyssengas bringt seine bestehende Erdgasleitung zwischen Vlieghuis in den Niederlanden und dem nordrhein-westfälischen Ochtrup in das Projekt mit ein. Die Umstellungsarbeiten sind bereits im Sommer dieses Jahres gestartet. Die Leitung ist ebenfalls Teil des deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetzes sowie der Wasserstoff-Initiative GET H2.
Die Vereinbarung definiert zentrale technische und organisatorische Eckpunkte, die für einen sicheren und zuverlässigen Wasserstoff-Transport über die Grenze unerlässlich sind. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung wird ein wichtiger Grundstein gelegt: Sie ist ein erster Schritt zur vollständigen Realisierung mehrerer grenzüberschreitender Wasserstoff-Transportverbindungen zwischen den Niederlanden und Deutschland.
(Quelle. Gasunie/Thyssengas/2025)







