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Friesen Elektra und OOWV schließen Kooperationsvertrag

Die Energiewende vorantreiben, die Wasserstoffproduktion ermöglichen und die Region stärken – das sind die gemeinsamen Ziele der Friesen Elektra Green Energy AG (Friesen Elektra) und des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV).

von | 04.03.25

Bild: © OOWV

Um die Elektrolyse in dem von Friesen Elektra realisierten Wasserstoffpark Friesland umweltverträglich und ressourcenschonend zu gestalten, entwickeln der Wasserverband und das Energieunternehmen gemeinsam ein nachhaltiges Wasserkonzept. Dieses soll im Sinne eines integrierten Ansatzes den Gesamtwasserhaushalt einbeziehen.

Der Wasserstoffpark Friesland liegt strategisch günstig mit einer direkten Anbindung an das Höchstspannungsnetz und das geplante Wasserstoffkernnetz, sowie in der Nähe zu Wasserstoff-Kavernenspeichern. Es sollen Elektrolyseanlagen mit bis zu 2,4 GW installierter Leistung entstehen, wodurch jährlich bis zu 5,4 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden könnten.

Der Nordwesten ist prädestiniert für die Elektrolyse von Wasserstoff. Und die Standorte des Energy Hub Wilhelmshaven sind ideal: Wind und Sonne liefern saubere Energie, die Anbindung an die Wasserstoffinfrastruktur ist gegeben. Doch um grünen Wasserstoff (H2) zu gewinnen, wird auch Wasser (H2O) benötigt. Dass dieses Wasser als Rohstoff zur Verfügung steht, liegt in der Kompetenz des OOWV und seines Tochterunternehmens iwag (Industriewasserversorgungsgesellschaft Nordwest-Niedersachsen mbH). Firmenleiterin Kerstin Krömer hat als ehemalige Projektleiterin beim OOWV jahrelange Erfahrung und größtes Fachwissen, wenn es darum geht, Wasserbedarf über Brauchwasser zu decken.

Der OOWV erarbeitet bereits seit Herbst 2023 gemeinsam mit dem Institut für Wasserforschung (IWW) und dem Energy Hub Port of Wilhelmshaven eine von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Machbarkeitsstudie, die Optionen für die Wasserversorgung aller Projekte des Energy Hubs in Wilhelmshaven und Sande untersucht. Kerstin Krömer zeigt sich optimistisch: „Wenn eine Region die Wertschöpfung aus erneuerbarer Energie und vorhandenem Wasser schafft, dann ist es diese.“ Wasserstoffproduktion dürfe nicht in Konkurrenz zur Trinkwasserversorgung treten, ergänzt sie. „Daher arbeiten wir an der Nutzung alternativer Quellen, wie beispielsweise gereinigtem Abwasser, Meerwasser und Oberflächenwasser. Diese Ressourcen, gegebenenfalls in Kombination, stehen prinzipiell in ausreichendem Maße zur Verfügung. Wir sind technologisch in der Lage, jedes Wasser so aufzubereiten, dass es den sehr hohen Anforderungen für die Elektrolyse genügt. Kurzum: Wir sorgen für das Wasser.“

Für OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht ist die Zusammenarbeit mit dem Energieunternehmen ein Gewinn für alle: „Trink- und Brauchwasserversorgung ist unser Kerngeschäft und unsere gesellschaftliche Aufgabe. Daher bin ich froh, dass wir gemeinsam mit der Friesen Elektra verlässliche und zukunftsweisende Lösungen entwickeln, die auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz basieren und zudem die so erzeugte Energie noch ein Stück grüner machen.“

 

(Quelle: OOWV/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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