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enercity erzielt solides Jahresergebnis 2025

enercity blickt auf ein bewegtes Jahr 2025 zurück und setzt gleichzeitig seinen nachhaltigen Transformationskurs fort. Das Energieunternehmen hat im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 6,21 Mrd. Euro (2024: 7,35 Mrd. Euro) erzielt. Das EBITDA beläuft sich auf rund 478 Mio. Euro (2024: 588,7). Nach zwei Jahren mit Sondereffekten liegen die Ergebnisse damit – wie erwartet – unter dem Niveau der beiden Vorjahre. Der langfristige Blick zeigt ein solides Ergebnis und unterstreicht die Fähigkeit von enercity, die Energie- und Wärmewende voranzubringen.

von | 10.04.26

Prof. Dr. Marc Hansmann, Aurélie Alemany und Eefje Pompen (Quelle: enercity)
Prof. Dr. Marc Hansmann, Aurélie Alemany und Eefje Pompen (Quelle: enercity)

enercity blickt auf ein bewegtes Jahr 2025 zurück und setzt gleichzeitig seinen nachhaltigen Transformationskurs fort. Das Energieunternehmen hat im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 6,21 Mrd. Euro (2024: 7,35 Mrd. Euro) erzielt. Das EBITDA beläuft sich auf rund 478 Mio. Euro (2024: 588,7). Nach zwei Jahren mit Sondereffekten liegen die Ergebnisse damit – wie erwartet – unter dem Niveau der beiden Vorjahre. Der langfristige Blick zeigt ein solides Ergebnis und unterstreicht die Fähigkeit von enercity, die Energie- und Wärmewende verlässlich voranzubringen.

Die Geschäftsentwicklung war von extremen Marktbedingungen geprägt. Eine angespannte geopolitische Lage, volatile Energiemärkte und ein schwaches Windjahr haben die Energiebranche spürbar beeinflusst. Insbesondere die Erneuerbaren stehen branchenweit unter starkem Druck.

„Unser Kurs bleibt klar: Wir setzen auf nachhaltige, unabhängige und verlässliche Energie für die Industrie, die Kommunen und unsere Kund:innen und treiben die Transformation entschlossen voran”, sagt Aurélie Alemany, CEO der enercity AG. „Als vollintegriertes Unternehmen können wir Flexibilitäten und Systemintelligenz gezielt einsetzen. So verbinden wir Effizienz, Stabilität und Versorgungssicherheit und stärken die Resilienz des Wirtschaftsstandortes Deutschland.“

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens sind 2025 im Vergleich zum Vorjahr um rund 28 Mio. auf 653 Mio. Euro gestiegen und liegen damit erneut auf einem sehr hohen Niveau. Sie flossen vor allem in den Aus- und Zubau erneuerbarer Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen sowie Infrastruktur und Digitalisierung, um die Flexibilisierung voranzutreiben.

Fortschritte bei erneuerbarer Erzeugung

Im Jahr 2025 hat enercity den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung konsequent vorangetrieben. Die Produktion stieg um 17 Prozent auf 2.305 Gigawattstunden. Damit entfielen fast 60 Prozent der gesamten Stromerzeugung des Unternehmens auf regenerative Quellen. Insgesamt wurden zusätzlich 155 Megawatt an klimafreundlicher Leistung installiert – mit einem klaren Schwerpunkt auf Onshore Windenergie, Photovoltaik sowie Batteriespeicher. Ein sichtbares Beispiel für diesen Ausbau ist der Windpark Esperke, mit dem enercity seinen ersten Windpark in der Region Hannover erfolgreich in Betrieb genommen hat.

Der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeerzeugung konnte im vergangenen Jahr um fast fünf Prozent gesteigert werden – von 27 auf rund 32 Prozent. Maßgeblich dazu beigetragen haben die neuen klimaneutralen Wärmeerzeugungsanlagen für den Kohleausstieg in Hannover, darunter ein Biomasseheizkraftwerk, in das enercity rund 195 Mio. Euro investiert hat.

Mit der Inbetriebnahme der Anlage wurden die Voraussetzungen geschaffen, um den ersten Block des Kohlekraftwerks Ende Februar 2026 planmäßig stillzulegen. Parallel dazu schreitet der Netzausbau der klimafreundlichen Fernwärme in Hannover voran – so kamen 2025 mehr als 10 Kilometer neue Trassen hinzu.

In 47 Kommunen bundesweit betreibt enercity mittlerweile öffentliche Ladepunkte für die E-Mobilität. Ein wichtiger Meilenstein wurde 2025 mit der Inbetriebnahme des 1000. öffentlichen Ladepunkts in Hannover erreicht. Damit verfügt die niedersächsische Landeshauptstadt über eines der dichtesten öffentlichen Ladenetze unter deutschen Großstädten. Parallel dazu weitet enercity seine Aktivitäten als Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur aus – unter anderem in Hamburg und jüngst in Bremen. In beiden Städten errichtet enercity mehr als 550 Ladepunkte. Zudem profitieren immer mehr enercity-Kund:innen von smarten Tarifen, die ein flexibles und kosteneffizientes Laden ermöglichen.

Digitaler Zwilling des Stromnetzes

enercity setzt auf eine konsequente Digitalisierung der Netzinfrastruktur, mit dem „Digitalen Zwilling” liegt erstmals ein aktuelles Echtzeit-Abbild des gesamten Niederspannungsnetzes vor – die Basis für noch höhere Versorgungssicherheit und die Integration erneuerbarer Energien. Damit trägt enercity zur Umsetzung der Energiewende in urbanen Räumen bei.

Nachhaltige Finanzierung

enercity stützt sich auf eine langfristig gesicherte Finanzierung, um die Energie- und Wärmewende voranzutreiben. Dieser Kurs setzt sich auch in den kommenden Jahren fort.

„Große Investitionen brauchen eine stabile finanzielle Grundlage. Das Eigenkapital des Gesamtkonzerns ist gegenüber dem Vorjahr um 57 Mio. Euro auf 1,26 Mrd. Euro gestiegen – das entspricht einer Zunahme von rund fünf Prozent. Damit haben wir unser Eigenkapital in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdreifacht. Zusätzlich konnten wir 2025 gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover einen Konzernkredit vereinbaren – als eines der ersten kommunalen Energieunternehmen in Deutschland”, sagt Marc Hansmann, Vorstand für Finanzen und Infrastruktur der enercity AG.

Der innovative Konzernkredit ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Finanzierung. Auch dadurch werden große Investitionen in den kommenden Jahren in die Wärmewende (1,5 Mrd. bis 2040) und das Stromnetz (2 Mrd. bis 2035) ermöglicht.

Anforderungen der Transformation

Im Jahr 2025 hat enercity ein konzernübergreifendes Transformationsprogramm mit dem Namen „voran“ gestartet. Denn auch auf die Mitarbeitenden des Konzerns haben die tiefgreifenden Veränderungsprozesse der gesamten Branche Auswirkungen. Die Anzahl der Mitarbeitenden stieg im Jahr 2025 konzernweit auf knapp 4.000.

„Wir sehen eine hohe Dynamik im Arbeitsalltag, sich schnell ändernde Rahmenbedingungen und neue Anforderungen an die Unternehmenskultur. Digitalisierung und der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz versetzen uns in die Lage, Prozesse effizienter auszurichten und flexibler auf neue Anforderungen zu reagieren. Durch gezielte Qualifizierung, lebenslanges Lernen und moderne Formen der Zusammenarbeit stellen wir enercity als Organisation zukunftsfähig auf”, sagt Eefje Pompen, Personalvorständin von enercity.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026

enercity steht weiter für einen klaren Kurs der Energie- und Wärmewende und treibt diesen aus dem Norden für ganz Deutschland entschlossen voran. Parallel dazu erweitert enercity flexible und digitale Energieangebote für die Industrie und die Kund:innen. Innovative Lösungen wie der neue smarte Energiemanager „enercity Pulse” für Privatkunden:innen ermöglichen es, Strom und Energie intelligenter zu nutzen, Lasten zu verschieben und die Chancen der Energiewende aktiv wahrzunehmen. So verbindet enercity technologische Innovation mit konkretem Mehrwert für Unternehmen, Kommunen und Haushalte.

Die Umsetzung der Energie- und Wärmewende ist ein zentraler Eckpfeiler für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dieser Transformationskurs hin zu einem flexiblen, intelligenten und effizienten Energiesystem erfordert Planungssicherheit und Investitionsspielräume. Damit Unternehmen wie enercity weiterhin Milliarden in Infrastruktur, erneuerbare und klimafreundliche Wärme investieren können, braucht es klare und langfristig verbindliche politische Rahmenbedingungen. Nur so lassen sich Tempo, Verlässlichkeit und Wirtschaftlichkeit der Energie- und Wärmewende im Norden dauerhaft sichern – und der klare Kurs konsequent weiter fortsetzen.

 

(Quelle: enercity)

 

 

 

 

 

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