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DEUTZ und RheinEnergie starten gemeinsamen Pilotversuch zur Energieerzeugung aus Wasserstoff

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Autor: Elisabeth Terplan

DEUTZ und RheinEnergie starten gemeinsamen Pilotversuch zur Energieerzeugung aus Wasserstoff
DEUTZ H2-Genset auf dem Gelände der RheinEnergie Köln Bild: RheinEnergie AG

Zwei Kölner Unternehmen mit langer Tradition, die DEUTZ AG als einer der weltweit führenden Hersteller von Motoren und Antriebstechnik und die RheinEnergie AG als regionaler Energieversorger, erproben die stationäre klimaneutrale Energieerzeugung auf Basis eines Wasserstoffmotors von DEUTZ.

Für das Leuchtturmprojekt haben die Kooperationspartner am 20. Juni das erste H2-Genset am RheinEnergie-Heizkraftwerk Niehl in Betrieb genommen. Die Kombination aus dem Wasserstoffmotor TCG 7.8 H2 mit einem Generator liefert in der ersten sechsmonatigen Testphase bis zu 170 kWA  (KVA) elektrische Leistung. Der so erzeugte Strom wird direkt in das Kölner Stromnetz eingespeist. In einem zweiten Schritt soll auch die Abwärme aus dem Aggregat zur Wärmeerzeugung genutzt werden. Was DEUTZ und RheinEnergie exemplarisch erproben, bietet großes Potenzial für eine dezentrale und CO2-neutrale Energieversorgung in Ballungsräumen.

Der gemeinsame Pilotversuch ist für den Motorenhersteller ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Serienproduktion des TCG 7.8 H2, die DEUTZ für 2024 plant. Grundsätzlich eignet sich der Wasserstoffmotor mit einer Leistung von rund 200 kW für alle Anwendungen im Einsatz abseits der Straße.

Die Kooperationspartner haben gemeinsam 1,3 Mio. € in das Pilotprojekt zur klimaneutralen Stromerzeugung investiert. Eine verlässliche dezentrale und treibhausgasfreie Energieversorgung setzt voraus, dass die H2-Infrastruktur ausgebaut und ausreichend grüner Wasserstoff zu marktfähigen Preisen zur Verfügung gestellt wird. Daher sehen die Partner nun die Politik in der Pflicht. Ohne eine regulatorische Ausgestaltung kann der Green Deal nicht gelingen.

(Quelle. Deutz/2022)