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CCS: Wintershall Dea und Fluxys prüfen gemeinsamen CO2-Transport

Wintershall Dea und der belgische Fernleitungsnetzbetreiber Fluxys arbeiten an einem grenzüberschreitenden CO2-Pipelinenetz zwischen Süddeutschland und Belgien. Dazu haben die beiden Unternehmen jetzt einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

von | 07.03.23

07. März 2023 | Wintershall Dea und der belgische Fernleitungsnetzbetreiber Fluxys arbeiten an einem grenzüberschreitenden CO2-Pipelinenetz zwischen Süddeutschland und Belgien. Dazu haben die beiden Unternehmen jetzt einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

CO2-Emissionen aus den Industriezentren in Süddeutschland sollen über das geplante Pipelinenetz zur deutsch-belgischen Grenze transportiert werden. Von dort werde das CO2 über das von Fluxys entwickelte CO2-Netz in Belgien nach Zeebrügge an der belgischen Nordseeküste und anschließend zu Offshore-CCS-Speicherstätten in der Nordsee transportiert, an denen Wintershall Dea beteiligt ist.

Fluxys entwickelt in Zeebrügge einen CO2-Hub als Sammelpunkt für den Weitertransport von Industrie-Emissionen zu sicheren Lagerstätten unter dem Meeresboden der Nordsee. Wintershall Dea plant mit CO2nnectNow ebenfalls einen CO2-Hub an der deutschen Nordseeküste in Wilhelmshaven.

Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit prüfen die beiden Unternehmen laut einer aktuellen Presseerklärung auch den gemeinsamen Bau eines Offshore-Transportsystems, das von Zeebrügge und Wilhelmshaven aus zu CO2-Speicherstätten in der Nordsee führt.

BMWK: CO2 -Speicherbedarf von 73 Mio. t

Derzeit bestehen noch rechtliche Hürden, um das CO2 zu Lagerstätten außerhalb Deutschlands zu transportieren. Das Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium hat allerdings kürzlich im Evaluierungsbericht zum Kohlendioxid-Speicherungsgesetz darauf hingewiesen, dass die sichere Speicherung von jährlich bis zu 73 Mio. t CO2 unter dem Meeresboden notwendig sei, um Net Zero bis 2045 zu erreichen.

In Dänemark will Wintershall Dea Anfang März im Rahmen des Projekts Greensand zum ersten Mal COunterirdisch einspeichern. Der Gas- und Ölproduzent mit Sitz in Celle ist Mitglied im Greensand-Konsortium, das eine CCS-Wertschöpfungskette auf dem europäischen Kontinent installieren will.

Dekarbonisierung durch Einspeicherung

„Mit Fluxys haben wir einen starken Partner, um den Ausbau des CO2-Transportnetzes voranzutreiben und so die nötige Infrastruktur für die Abscheidung und Speicherung von CO2-Emissionen aus der Industrie zu schaffen“, so Hugo Dijkgraaf, Chief Technology Officer und Vorstandsmitglied von Wintershall Dea.

 

„In Norddeutschland sind wir durch unseren geplanten CO2-Hub in Wilhelmshaven bereits gut aufgestellt. Durch die Kooperation mit Fluxys wollen wir nun auch der Dekarbonisierung von Industriestandorten in Süddeutschland eine Perspektive bieten.“

“Einer unserer Hauptschwerpunkte ist die Entwicklung einer frei zugänglichen CO2-Infrastruktur, um CO2 abzuscheiden und zu speichern. Wir wollen dem Markt die erforderliche Transportkapazität für 30 Millionen Tonnen CO2 bis 2030 bieten”, ergänzt Pascal De Buck, CEO von Fluxys Belgien.

 

(Quelle: Wintershall Dea/2023)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

CO2 soll aus Süddeutschland über Belgien an die Nordsee transportiert werden (Quelle: Pixabay)

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