Seit fünf Jahrzehnten ist Asahi Kasei ein wichtiger Akteur in der Chlor-Alkali-Elektrolyseindustrie. Das Unternehmen produziert und liefert Elektrolysezellen, Ionenaustauschmembranen, Elektroden und Know-how für den Betrieb von Elektrolyseanlagen. Elektrolyseure wenden elektrischen Strom an, um Salzlake (konzentriertes Salzwasser) in Chlor, Natronlauge und Wasserstoff zu trennen, die dann in einer Vielzahl von chemischen Produkten in verschiedenen Branchen verwendet werden. Für die Anodenseite von Elektrolysezellen wird reines Titan verwendet, um die Zelle vor dem korrosiven Chlor zu schützen. Dieses Metall erfordert eine sehr hohe Reinheit, um eine geeignete Korrosionsbeständigkeit und Verarbeitbarkeit zu erreichen. Daher sind bei der Verwendung von reinem Titanschrott als Rohmaterial für das Umschmelzen äußerst strenge Qualitätskontrollen und Vorbehandlungsmethoden erforderlich, um eine Verunreinigung mit Fremdstoffen zu verhindern.
Um die wertvollen Titanabfälle in den Materialkreislauf zurückzuführen, hat Asahi Kasei eine gemeinsame Initiative mit Nippon Steel und Nippon Steel Trading gestartet. Hierbei werden bei der Produktion von Elektrolysezellen an Asahi Kaseis Standort in Nobeoka, Japan, angefallene Titanabfälle zu neuem, hochreinem Titan wiederverwertet. Um eine Verunreinigung des reinen Titanschrotts zu verhindern, kontrolliert Asahi Kasei den gesamten Prozess und gewährleistet gleichzeitig die Rückverfolgbarkeit an seinem Produktionsstandort mithilfe digitaler Tools. Das Material wird von Nippon Steel Trading gesammelt und zu einem Zustand verarbeitet, der für die Verwendung als Rohstoff im Umschmelzprozess geeignet ist. Anschließend wird ein Teil des sortierten und verarbeiteten Materials an Nippon Steel zurückgegeben, um dort als Rohstoff im Umschmelzprozess für reines Titan verwendet zu werden.







