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Anschluss von tesa Werk Hamburg an Wasserstoffnetz HH-WIN in Planung

Das tesa Werk Hamburg der tesa SE will bereits ab 2027 Wasserstoff an seinem Produktionsstandort in Harburg zur Dekarbonisierung seiner Produktion einsetzen. Deshalb hat das Unternehmen jetzt die Planung für den Anschluss an das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz in Auftrag gegeben.

von | 11.11.24

Um seine Klimaziele zu erreichen, setzt tesa auf erneuerbare Energien und will zukünftig am Standort in Hamburg grünen Wasserstoff in die Produktion integrieren. Foto: tesa SE

Die Hamburger Energienetze GmbH entwirft daher eine Gasdruckregel- und Messanlage mit einer Anschlussleistung von 25 Megawatt, die direkt am tesa-Standort den Wasserstoff aus dem Netz mit dem benötigten Druck bereitstellt. Die Hamburger Energienetze konzipieren dafür ein Stationsgebäude mit der notwendigen Anlagentechnik und nehmen im Vorfeld des Baus die erforderliche Baugrunduntersuchung, die Bodenanalysen sowie die Trassenplanungen für die Netzanschlussleitung vor.

Das tesa Werk Hamburg im Harburger Stadtteil Hausbruch produziert mit rund 700 Mitarbeiter ein- und doppelseitige Klebebänder auf Produktionsanlagen, die zu den modernsten der Welt gehören. Die energieintensive Produktion, soll zukünftig klimaneutral mit erneuerbarem Strom und grünem Wasserstoff gedeckt werden. Bis 2030 will tesa eine klimaneutrale Produktion bei den direkten Emissionen (Scope 1) wie auch bei den energiebezogenen indirekten Emissionen (Scope 2) erreichen. Insgesamt rund 6.000 t CO₂ pro Jahr will das Unternehmen mittelfristig durch den Einsatz von Wasserstoff vermeiden, indem es den bisherigen Erdgasverbrauch bis 2030 durch das grüne Gas ersetzt.

HH-WIN: Wasserstoff-Netz in Bau

Der Bau des Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netze hat im August begonnen, nachdem Bundeswirtschaftsminister Habeck den IPCEI-Förderbescheid für die ersten 40 Kilometer des Netzes übergeben hatte. Im Oktober hatten Bundesnetzagentur und Bundeswirtschaftsministerium HH-WIN in das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz aufgenommen. Das schafft die Grundlage für ein günstigeres Netzentgelt während der Hochlaufphase sowie Finanzierungssicherheit für den Ausbau über das geförderte Startnetz hinaus. An mehreren Stellen im Hafen laufen seither Arbeiten zu Tunnelvortrieben und Leitungslegungen. Bereits 2027 soll HH-WIN in Betrieb gehen und dann bis 2032 auf 60 km Leitungslänge ausgebaut werden. Das so ermöglichte Ablösen von Erdgas durch grünen Wasserstoff als Energieträger der Industrie schafft ein CO2-Senkungspotential von perspektivisch über 1,4 Mio. t pro Jahr.

 

(Quelle: tesa/Hamburger Energienetze/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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