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ALTEH2A und SoutH2 Corridor treiben Vision von Wasserstoffimporten aus Algerien voran

Die Partnerunternehmen der internationalen Projekte ALTEH2A und SoutH2 Corridor – darunter das Leipziger Energieunternehmen VNG AG sowie der bayerische Fernleitungsnetzbetreiber bayernets GmbH – haben  bei einer Veranstaltung in Berlin den aktuellen Stand ihrer Projekte vorgestellt.

von | 13.11.25

Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik bei der Veranstaltung „Success Factors for Hydrogen Pipeline Import from Algeria” in Berlin. © Foto: Anika Dollmeyer

Beide Vorhaben verfolgen das Ziel, künftig grünen Wasserstoff aus Algerien nach Europa zu importieren. Die Veranstaltung unter dem Titel “Success Factors for Hydrogen Pipeline Import from Algeria” war der Startschuss für die vorläufige Machbarkeitsstudie im Projekt ALTEH2A. In der Studie werden Produktionsstandorte in Algerien für grünen Wasserstoff, mögliche Trassen sowie Marktpotenziale in Europa analysiert. Erste strategische Erkenntnisse für den Aufbau einer künftigen Wasserstoffinfrastruktur zwischen Algerien und Europa sollen im zweiten Halbjahr 2026 vorliegen.

Bereits im Oktober 2024 unterzeichnete die VNG AG gemeinsam mit den algerischen Energieunternehmen SONATRACH und Sonelgaz, dem italienischen Fernleitungsnetzbetreiber Snam, dem Infrastrukturunternehmen SeaCorridor sowie dem österreichischen Energiekonzern VERBUND eine Absichtserklärung zur Gründung des Projekts ALTEH2A (Algeria to Europe Hydrogen Alliance). Ziel der Partnerschaft ist es, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit einer großskaligen Produktion von grünem Wasserstoff in Algerien zu prüfen und zu bewerten, ob dessen Transport nach Europa über den geplanten SoutH2 Corridor realistisch umgesetzt werden kann.

Auf der Infrastrukturseite entwickelt bayernets GmbH gemeinsam mit den österreichischen und italienischen Partnern GCA, TAG und Snam den 3.300 Kilometer langen SoutH2 Corridor, der Deutschland mit Nordafrika, Italien und Österreich verbindet. Die Einzelprojekte des Importkorridors wurden von der Europäischen Kommission als „Project of Common Interest“ (PCI) eingestuft und unterstreichen damit ihre strategische Bedeutung für die grenzüberschreitende Energieinfrastruktur. Im Januar dieses Jahres unterzeichneten Algerien, Tunesien, Italien, Österreich und Deutschland eine gemeinsame politische Erklärung zur Unterstützung des Southern Hydrogen Corridor. Das PCI-Projekt „HyPipe Bavaria – The Hydrogen Hub“, entwickelt von bayernets GmbH, stellt den Transport von Wasserstoff vom österreichischen Importpunkt zu industriellen Clustern in Bayern sowie in den Norden und Südwesten Deutschlands sicher.

Nour Eddine Daoudi, CEO von SONATRACH, unterstrich, dass Algerien dank seiner reichen natürlichen Ressourcen, seiner bestehenden Energieinfrastruktur und seiner strategisch günstigen Lage darauf abzielt, sich zu einem führenden Zentrum für die Produktion und den Export erneuerbarer Energien – insbesondere von grünem Wasserstoff – zu entwickeln. Das ALTEH2A -Projekt prüft die Möglichkeit, unter Nutzung des in Algerien vorhandenen großen Potenzials im Bereich erneuerbarer Energien, grünen Wasserstoff in Algerien zu produzieren, um den europäischen Markt über den südlichen Korridor zu beliefern. Damit eröffnen sich neue Chancen für nachhaltiges Wachstum und internationale Zusammenarbeit. Zudem hob er hervor, dass das Projekt ALTEH2A ein konkretes Modell für eine Energiepartnerschaft zwischen Algerien und den Ländern der Europäischen Union darstellt, die auf gemeinsamen Interessen basiert.

Im Rahmen der Veranstaltung informierten die beteiligten Unternehmen zentrale Stakeholder aus Deutschland, Algerien, Italien und Österreich über die Fortschritte der beiden Initiativen und diskutierten gemeinsam die Voraussetzungen für deren weitere erfolgreiche Entwicklung und Umsetzung.

Im Fokus standen die wirtschaftlichen Chancen einer stärkeren Energiekooperation zwischen Europa und Nordafrika, die globale Bedeutung des internationalen Wasserstoffhochlaufs sowie die Voraussetzungen für den Aufbau von Importkorridoren und verbindlichen Abnahmeverträgen im Mittelpunkt.

 

(Quelle: VNG/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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