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Fernwärme in Kommunen: Enercity übernimmt größte Abfallverwertung Mecklenburg-Vorpommerns

Der hannoversche Energiekonzern enercity bereitet über seine Tochtergesellschaft Danpower die Übernahme der thermischen Abfallverwertungsanlage in Rostock vor. Die bislang zu Vattenfall Europe New Energy gehörende Anlage soll noch 2025 den Besitzer wechseln und das Portfolio des kommunalen Energiedienstleisters im Bereich Abwärmenutzung erweitern.

von | 01.09.25

Credits: Vattenfall
Credits: Vattenfall
Fernwärme

Nach Angaben von enercity verfügt die seit 2010 in Betrieb befindliche Anlage über eine installierte elektrische Leistung von rund 18 Megawatt sowie eine Wärmeleistung von 86 Megawatt. Jährlich werden rund 175.000 Tonnen Abfall energetisch verwertet, was etwa 70 Gigawattstunden Strom und bis zu 160 Gigawattstunden Prozessdampfauskopplung ermöglicht.

Fernwärme-Potenzial für Hansestadt

„Als Frontrunner treiben wir die Energie- und Wärmewende technologieoffen voran – von innovativen Projekten mit Geothermie bis hin zur konsequenten Nutzung von klimafreundlichen Abwärmepotenzialen”, erklärte Aurélie Alemany, Vorstandsvorsitzende der enercity AG. Nach Hannover, Hamburg und Bremen freue sich das Unternehmen, „in Rostock das nächste Großprojekt zur Wärmewende starten zu können.”

Die Einspeisung des erzeugten Stroms erfolgt derzeit in das Stromnetz des Rostocker Hafens. Perspektivisch sei jedoch auch eine Wärmeauskopplung in das städtische Fernwärmenetz mit einem neu zu errichtenden Anschluss möglich, teilte enercity mit. Dies würde die kommunale Wärmeversorgung der Hansestadt klimafreundlicher gestalten.

Danpower stärkt Marktposition

Für die Potsdamer Danpower, eine 100-prozentige enercity-Tochter, bedeutet die Akquisition eine Stärkung der Marktposition. „Mit dem Erwerb der Anlage in Rostock stärken wir unsere Position als bedeutender Player im Markt für regionale Wärmenetze”, sagte Danpower-Geschäftsführer Sven Schmieder.

Das Unternehmen betreibt bereits drei Anlagen in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg. Bundesweit werden laut der Pressemitteilung jährlich rund 26 Millionen Tonnen Abfall in 128 Anlagen verwertet. Auch künftig werde ein signifikanter Anteil des Restmülls thermisch verwertet werden müssen, weshalb die Nutzung dabei entstehender unvermeidbarer Abwärme ressourceneffizient und „ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung” sei.

Die 54 Mitarbeitenden in Rostock werden nach Unternehmensangaben übernommen, wodurch sowohl Arbeitsplätze als auch das lokale Know-how gesichert werden. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch Gremien sowie durch das Bundeskartellamt und soll im Laufe des Jahres 2025 abgeschlossen werden.

(Quelle: Enercity/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Der Kauf der thermischen Abfallverwertungsanlage in Rostock bietet Perspektiven für die kommunale Wärmewende

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