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Gemeinsame Studie von TenneT und Gasunie zeigt mögliche Wege zu einem integrierten Energiesystem mit Kopplung von Strom- und Gasnetzen

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Autor: Redaktion

Gemeinsame Studie von TenneT und Gasunie zeigt mögliche Wege zu einem integrierten Energiesystem mit Kopplung von Strom- und Gasnetzen

Die jetzt veröffentlichte Phase II-Studie knüpft an den im Februar 2019 erschienenen „Infrastruktur-Ausblick 2050“ (Infrastructure Outlook 2050) an und zeigt auf, dass die Stromnetzinfrastruktur auch nach 2030 deutlich ausgebaut werden muss. Die Gasnetzinfrastruktur muss für den Transport von Wasserstoff angepasst werden; notwendig ist auch ein geringfügiger Ausbau.
Laut Studie kommt es dabei darauf an, die Energieübertragungsinfrastrukturen für Strom, Wasserstoff und Methan rechtzeitig und integriert zu planen. Dadurch lassen sich unrentable Investitionen („stranded assets“) verhindern, die letztlich zu hohen Kosten für die Energiekunden führen würden. Hierbei spielen Zeitpunkt, Höhe, Art und Ort von Investitionsentscheidungen in erneuerbare Energien (also Erzeugung), aber insbesondere auch für zukünftige (Groß)verbraucher (also Verbrauch) eine wichtige Rolle für eine effiziente Energieinfrastruktur. Damit diese rechtzeitig gebaut werden kann ist eine frühe und enge Koordination von Energieerzeugung und -verbrauch mit der Entwicklung einer integrierten Energieinfrastruktur essenziell. Um die notwendige langfristige Speicherkapazität bereitzustellen, wird Power-to-Gas eine wichtige Rolle spielen. Die Studie sieht hier eine Kapazität in Deutschland und den Niederlanden von bis zu 110 GW.
Ein weiteres Ergebnis der Studie liegt im Potenzial des europäischen Ansatzes bei der Integration der Energieinfrastruktur.
Zur Studie:
Die Phase II-Studie ist eine gemeinsame Studie von TenneT und Gasunie, die mögliche Übergangspfade ab 2030 hin zu einem integrierten Energiesystem 2050 beleuchtet. Sie führt damit die Untersuchungen der im Vorjahr veröffentlichten Studie „Infrastrukturausblick 2050“ (Infrastructure Outlook 2050) der beiden Netzbetreiber fort. „Phase II“ fokussiert dabei auf Deutschland und die Niederlande, wirft aber auch ein Schlaglicht auf Europa. Die Studie betrachtet dabei drei unterschiedliche Szenarien, die auf Erkenntnissen verschiedener Studien beruhen: Während alle Szenarien davon ausgehen, dass die Dekarbonisierung weitgehend erreicht wird, unterscheiden sie sich in Bezug auf Art und Menge der erneuerbaren Energien und in Bezug auf den Energieverbrauch (Fokus entweder auf Strom oder Gas).

Die Phase II-Studie kann hier heruntergeladen werden
Die Vorgängerstudie „Infrastrukturausblick 2050“ findet sich hier

 (Quelle. Gasunie/TenneT)