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Amprion und Open Grid Europe geben Power-to-Gas einen Schub

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Autor: Redaktion

Amprion und Open Grid Europe geben Power-to-Gas einen Schub

Die beiden Unternehmen stellten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin ihre Kooperation im Bereich Power-to-Gas (PtG) sowie nächste gemeinsame Schritte vor. Dr. Klaus Kleinekorte, technischer Geschäftsführer von Amprion, sagte: „Der Koalitionsvertrag sieht für 2030 eine Quote für Erneuerbare Energien von 65 % vor. Dies bedeutet enorme Herausforderungen für den Ausbau der Infrastruktur.“
Erneuerbare Energien sind stark vom Wetter und den Jahreszeiten abhängig und damit nicht stetig und gesichert verfügbar. Um die im Koalitionsvertrag festgelegte Quote zu erreichen, müssen saisonale Speicherkonzepte entwickelt werden. Die volkswirtschaftlich effiziente Lösung hierzu ist PtG unter Nutzung der vorhandenen Gasinfrastruktur. Der Einsatz dieser Technik im industriellen Maßstab sei noch nicht in der Praxis bewiesen, sagte Kleinekorte.
Damit Deutschland seine Klimaschutz- und Energiewendeziele erreicht, möchte die Bundesregierung die Sektorenkopplung als Schlüsseltechnologie verankern. Hierbei kann PtG einen wesentlichen Beitrag leisten: Die Technologie wandelt Strom aus Erneuerbaren Energien in Wasserstoff bzw. synthetisches Methan um, die in anderen Sektoren eingesetzt werden können.
Konkret bedeutet dies, dass die heutige Gasinfrastruktur zusätzlich zum Transport und auch zur Speicherung der Erneuerbaren Energien genutzt werden kann. Ein derartiger Einsatz von PtG-Anlagen verbessert perspektivisch zudem die nationale CO2-Bilanz.
PtG für die Zukunft: Amprion und OGE als Partner
Mit Amprion und OGE stehen zwei Projektpartner bereit: Beide Unternehmen haben den gesetzlichen Auftrag, Energie sicher, zuverlässig und zu möglichst niedrigen volkswirtschaftlichen Kosten zu transportieren. OGE betreibt das längste Fernleitungsnetz für Gas in Deutschland. Amprion wiederum sorgt für den Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch im deutschen Übertragungsnetz. Die Strom- und Gassysteme ergänzen sich sehr gut, wenn man die jeweiligen Eigenschaften zum Vorteil einer Energieinfrastruktur nutzt.
Grundsätzlich entsteht mit der PtG-Technologie im Bereich von 50 bis 100 MW eine innovative Anlagenklasse, die zugleich Marktparteien freien Zugang ermöglicht.
Dr. Hans-Jürgen Brick, kaufmännischer Geschäftsführer von Amprion, sagte, dass heutige PtG-Anlagen in Deutschland Leistungen von maximal 6 MW aufweisen würden. Um einen wesentlichen Beitrag für das Gelingen der Energiewende zu leisten, seien jedoch Anlagen im GW-Bereich erforderlich. Daran wolle man arbeiten, um ab 2030 die Option großtechnischer Speicher zu haben.
(Quelle: Amprion GmbH, Open Grid Europe)

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