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Energiepark Bad Lauchstädt erhält Zuschlag für die Antragsphase des 7. Energieforschungsprogramms

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Autor: Redaktion

Energiepark Bad Lauchstädt erhält Zuschlag für die Antragsphase des 7. Energieforschungsprogramms

Hinter dem „Energiepark Bad Lauchstädt“ stehen VNG Gasspeicher GmbH (VGS), ONTRAS Gastransport GmbH, DBI – Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg, Terrawatt Planungsgesellschaft mbH und Uniper Energy Storage GmbH. Dieser Unternehmensverbund plant ab 2020 in Bad Lauchstädt im südlichen Sachsen-Anhalt großtechnisch und unter realen Bedingungen die Herstellung, die Speicherung, den Transport und den wirtschaftlichen Einsatz von grünem Wasserstoff.
Das Projekt wurde Anfang April mit einer Projektskizze in den Ideenwettbewerb eingebracht, um sich für eine Förderung durch das BMWi zu bewerben. In der zweiten Stufe gilt es, einen im Detail ausgearbeiteten Förderantrag einzureichen. Reallabore der Energiewende wurden im 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung als neue Fördersäule etabliert, um den Technologie- und Innovationstransfer von der Forschung in die Praxis zu beschleunigen. Im Zeitraum 2019 bis 2022 sind dazu Fördermittel in Höhe von insgesamt bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen.
Im „Energiepark Bad Lauchstädt“ soll erneuerbarer Strom aus einem in Planung befindlichen nahe gelegenen Windpark mittels einer Großelektrolyse-Anlage von bis zu 35 MW in grünen Wasserstoff umgewandelt werden. In einer eigens dafür ausgestatteten Salzkaverne kann der gewonnene Wasserstoff zwischengespeichert und über eine umzuwidmende Erdgaspipeline in das Wasserstoffnetz des mitteldeutschen Chemiedreiecks eingespeist und für urbane Mobilitäts- und Energielösungen eingesetzt werden.
Die vorgesehene unterirdische Salzkaverne soll eigens für die Speicherung von bis zu 50 Mio. m3 Wasserstoff ausgestattet werden. „Es wäre die erste Wasserstoff-Kaverne in Kontinentaleuropa und weltweit die einzige, die grünen Wasserstoff, also mittels erneuerbarem Strom gewonnenen Wasserstoff, einspeichert.“ erklärt Prof. Hartmut Krause, Geschäftsführer DBI. Die Kapazität übertrifft damit die in Deutschland in Pumpspeicherkraftwerken gepufferte Energie um etwa das Vierfache. Aus seiner Sicht „macht die Energiespeicherforschung mit dieser Größenordnung einen gewaltigen Sprung“.

(Quelle: VNG)