Angeführt wird die Runde von Kembara, einem europäischen Wachstumsfonds für Deeptech und Klimatechnologien. Neu beteiligen sich neben den Bestandsinvestoren auch Allianz, KfW Capital (über ein von UVC verwaltetes SPV), Aurum Impact und Carbon Equity. Das Kapital wird vor allem für den neuen Produktionsstandort genutzt, der die Fertigungskapazität um den Faktor Zehn erhöht. Parallel arbeitet Reverion an der weiteren Skalierung der Technologie, um Projekte im Multi-Megawatt-Bereich adressieren zu können.
Wenn Wind und Sonne aussetzen: Sauberer Strom auf Abruf
Sonne und Wind sind in der Energieversorgung unverzichtbar, doch Schwankungen machen die Netze anfällig und zwingen Schwerindustrie und Versorger zu fossilen Reservekraftwerken. Reverion schließt diese Lücke und verbindet die Klimabilanz der Erneuerbaren mit der Verlässlichkeit eines konventionellen Kraftwerks, rund um die Uhr. Die Brennstoffzellentechnologie von Reverion wandelt Gas elektrochemisch, ohne Verbrennung, in Strom um und scheidet das im Brennstoff enthaltene CO₂ in reiner Form ab. Die Anlage weist im Biogas-Betrieb eine negative CO₂-Bilanz auf und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Dekarbonisierung des Energiesystems. Dieselbe Anlage läuft auch rückwärts: Im Elektrolysebetrieb wandelt sie überschüssigen Strom in speicherbare Gase um. Betreiber erhalten damit eine flexible Technologie, die auf Preissignale im Strom- und im Gasmarkt reagiert. Mit 74,2 % elektrischem Wirkungsgrad, gemessen im laufenden Kundenbetrieb, hält Reverion zudem den Effizienz-Weltrekord für thermische Kraftwerke.
KI-Rechenzentren treiben die Nachfrage.
Die Nachfrage nach Reverions Anlagen kommt inzwischen nicht mehr überwiegend aus dem landwirtschaftlichen Biogassektor, sondern zunehmend aus der Technologiebranche. Energieintensive Rechenzentren stoßen an die Grenzen des öffentlichen Stromnetzes und sorgen für hohe Emissionen. Netzanschlüsse verzögern sich erheblich, gleichzeitig wächst der lokale Widerstand gegen neue Standorte. Die Anlagen von Reverion erzeugen den benötigten Strom deshalb direkt am Ort des Verbrauchs, aus Biogas oder Erdgas über die örtliche Gasinfrastruktur. Betreiber sichern sich damit eine Stromversorgung rund um die Uhr, die unabhängig von Netzausbau und Preisschwankungen am Strommarkt ist. Im Biogas-Betrieb wird die Stromproduktion für ein Rechenzentrum so zur CO₂-Senke.
Bis zu 800 zusätzliche Arbeitsplätze am neuen Standort
Für die Großserie erschließt Reverion eine Megafactory mit 250 Megawatt Fertigungskapazität pro Jahr in Deutschland. Am Stammsitz Eresing ist das Team zuletzt von 100 auf über 200 Mitarbeitende gewachsen, am neuen Standort sollen bis zu 800 Stellen hinzukommen. Sieben Kraftwerke laufen bereits an Kundenstandorten im Regelbetrieb. Die Projektpipeline hat ein Umsatzpotenzial von über zwei Milliarden Dollar. Die Nachfrage wächst rasant über den Heimatmarkt in Deutschland hinaus, und die ersten internationalen Projekte befinden sich bereits in der Entwicklung.







