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Portal Green entwickelt Grundlagen für Power-to-Gas-Genehmigungsleitfaden

Über 60 Experten aus Industrie, Verbänden und Behörden haben in Bonn in einem Workshop des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojekts Portal Green wesentliche Grundlagen für einen zügigen Genehmigungsprozess von Power-to-Gas-Anlagen skizziert.

von | 17.05.18

Workshop Nr. 1 zur Erstellung eines Power-to-Gas-Genehmigungsleitfadens (Foto: © DVGW)

Ziele und Arbeitsmethoden
Ziel des im Januar 2018 gestarteten dreijährigen Forschungsprojekts ist es, Anlagenbetreibern und Behörden einen Leitfaden für eine schnellere und einfachere Genehmigung dieser Energiewendetechnologie an die Hand zu geben. Dieser soll bis Mitte 2020 in insgesamt sechs Workshops mit allen relevanten Fachkreisen erarbeitet und anschließend als Stand der Technik in das bestehende DVGW-Regelwerk integriert werden. Damit wollen die Projektpartner sicherstellen, dass die Erfahrungen aller Beteiligten berücksichtigt und praxisnahe Lösungen für technische und genehmigungsrechtliche Herausforderungen gefunden werden. Durch den Leitfaden sollen die Kosten des Genehmigungsverfahrens mittelfristig um 20 bis 30 % reduziert werden.
Schwerpunkte und Zielgruppen
Damit Power-to-Gas sein Potenzial bei der Kopplung von Strom und Gas voll in die Energiewende einbringen und sich erfolgreich im Markt etablieren kann, sind neben einem einheitlichen Ordnungsrahmen auch Vereinfachungen und Standardisierungen für die Genehmigung und den Betrieb unabdingbar. Im Fokus von Portal Green stehen Elektrolyse- und Methanisierungsanlagen sowie die Gaseinspeisung unter Berücksichtigung des Anschlusses an die Anwendungszweige Mobilität, industrielle Nutzung und Rückverstromung. Daher ist das Spektrum der Interessensgruppen im Projekt breit gefächert: von der Automobilbranche über Hersteller und Betreiber von Power-to-Gas-Anlagen bis hin zu Netzbetreibern und Zulassungsbehörden.
Beteiligte Partner
Partner von Portal Green sind die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH als Konsortialführer, der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW), die DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, die Bergische Universität Wuppertal und die Uniper Energy Storage GmbH. Das Forschungsprojekt ist Bestandteil des sechsten Energieforschungsprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums und wird mit insgesamt € 1,3 Mio. gefördert.
Der nächste Workshop findet am 13.09.2018 in Bonn statt.
(Quelle: Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V., Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH, Bergische Universität Wuppertal, DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, Uniper SE)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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